{"id":107,"date":"2011-08-01T08:03:00","date_gmt":"2011-08-01T06:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mtbonline.de\/australien\/2011\/08\/01\/on-the-road-again-28-07-2011\/"},"modified":"2011-08-01T08:03:00","modified_gmt":"2011-08-01T06:03:00","slug":"finally-on-the-road-again","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tido.world\/australien\/2011\/08\/01\/finally-on-the-road-again\/","title":{"rendered":"Finally &#8230; on the road again"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Die letzen Tage auf dem Feld<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die letzten Tage waren besonders hart und verursachten viel R\u00fccken- und Knieschmerzen. Auf Grund des vielen Regens meinte Jorge, wir k\u00f6nnten, ohne den freien Tag zu nehmen, durcharbeiten, wenn wir wollen. Obwohl wir schon mehr als genug von diesem \u00a7(][\u20ac|$$ Feld hatten, nahmen wir dieses Angebot an, denn mit dem sicheren Ende der Arbeit in Sicht, nehmen wir nat\u00fcrlich jeden Dollar mit, den wir bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir arbeiteten die letzten 10 Tage an einem noch relativ jungen Tomatenfeld. Da es so feucht war, wuchsen die Pflanzen viel schneller als vom Chef geplant und man kam mit dem beschneiden praktisch hinterher. Und so hatten wir beim beschneiden einer jeden Tomatenpflanze einen ganzen Urwald vor uns. Es war m\u00fcssig sich durch die B\u00fcsche zu k\u00e4mpfen und dabei die zarten Pflanzen nicht zu brechen oder die kostbaren Bl\u00fcten zu verletzen.<br \/>\nDa die Pflanzen noch &#8222;klein&#8220; waren, erfolgte die Arbeit im Knien bzw. hocken und mit vorgebeugtem Kopf. Schon nach wenigen Stunden war alles an uns steif. Die Knie wollten nicht mehr aufstehen, der R\u00fccken knackste und schmerzte bei jeder Drehbewegung und der Kopf lies sich kaum mehr anheben. Jeder Tag war schlimmer als der Vorherige und am Morgen beim aufstehen f\u00fchlten wir uns, als w\u00e4ren wir 80 Jahre alt.<br \/>\nZwei Tage vor Schluss mussten wir uns dann auch noch auf eine sehr erniedrigende Art und Weise von Jorge\u00b4s Frau anh\u00f6ren, dass wir zu langsam w\u00e4ren \ud83d\ude2e Unglaublich! Unsere kleine Gruppe von Backpackern qu\u00e4lte sich jeden Tag aufs Neue ab, verzichtete &#8211; nat\u00fcrlich auch wegen des Geldes &#8211; auf den freien Tag, jammerte nicht und gab einfach ihr Bestes. Aber f\u00fcr die gegebenen Umst\u00e4nde war mit der Anzahl von Arbeitern einfach nicht mehr drin. Und wie Tim nun mal eben ist, lies er dies auch nicht einfach so auf sich bzw. uns sitzen und verteidigte uns vor Idalena, die es offensichtlich nicht gewohnt war, das ein Backpacker mal den Mund auf macht. Aber wenn es unfair wird, geht es eben zu weit &#8230;<br \/>\nNichtsdestotrotz bissen wir die Z\u00e4hne feste zusammen. Unseren Ruf, gute Arbeit zu leisten, wollten wir uns so einfach und so kurz vor Schluss nicht nehmen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Schlie\u00dflich vergingen auch diese Tage, obwohl es uns so vor kam, als ob die letzten Stunden noch langsamer verstrichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Nur noch einmal Tomaten &#8211; 27.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Lange sehnten wir uns den Tag herbei, an dem wir endlich wieder auf Reisen sein konnten. Nun trennte uns nur noch eine einzige Schicht davon und dieses Gef\u00fchl zog sich wie ein Schleier \u00fcber die Gedanken, Emotionen und schmerzenden Glieder der letzten Wochen.<br \/>\nDie Tr\u00e4umerei von dem, was nun vor uns lag, machte die Arbeit etwas ertr\u00e4glicher als noch an den Tagen zuvor. Dennoch war es kein Zuckerschlecken und wir fieberten den Worten &#8222;Finish for today&#8220; entgegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Und dann war es tats\u00e4chlich soweit ..!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den ersten Minuten danach, wir r\u00e4umten noch die Scheren u.\u00e4. in die entsprechenden Kisten, war es irgendwie noch unwirklich. Doch als wir alle geschlossen zum Auto der Farm zur\u00fcckliefen, wurde uns klar, dass Doreen und ich morgen nicht wiederkommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Auch wenn es vielleicht etwas seltsam klingt, aber dieser Moment war einer der sch\u00f6nsten Momente auf unserer Reise bisher. Klar, nicht wegen landschaftlichen Eindr\u00fccken o.\u00e4., aber eben Emotional. Doreen meint, sie hatte sogar ein paar Tr\u00e4nen in den Augen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Haushaltstag &#8211; 28.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausgeschlafen, ist klar ne &#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Gedanke, mit den beiden Deutschen, Raphaela und Sebastian, ein St\u00fcck gemeinsam zu Fahren, war mittlerweile zu einem Plan gewachsen. Die beiden hatten bereits vor einer Woche ihren letzten Arbeitstag und waren seit dem am Cape Range unterwegs, welches wir ja schon vor unserer Arbeit besucht hatten. Angeschlossen hatten sich drei ihrer Farm-Kollegen, die ebenfalls vor hatten, in unsere Richtung zu fahren und so w\u00fcrde aus der Gruppe von zwei Autos nun eine mit drei Fahrzeugen werden.<br \/>\nVerabredet hatten wir uns alle f\u00fcr den 30.07., also \u00fcbermorgen, an einer Kreuzung 200km n\u00f6rdlich von Carnarvon. Genug Zeit also f\u00fcr Doreen und mich, um noch gaaaaanz in Ruhe alle notwendigen Dinge zu erledigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir klapperten also unsere gro\u00dfe Einkaufsliste ab, wuschen mehrere Ladungen W\u00e4sche, lie\u00dfen den kleinen Steinschlag in unserer Windschutzscheibe reparieren, tankten mit teurem Sprit voll und g\u00f6nnten uns ein letztes Mal Fish\u00b4n Chips in Carnarvon.<br \/>\nAm nachmittag stoppten wir nochmal an der Farm, um uns zu verabschieden. Jorge bedankte sich mehrmals f\u00fcr unsere gute Arbeit und w\u00fcnschte uns alles Gute f\u00fcr unsere Weiterreise. Auch Idalaina verabschiedete sich von uns, von Tim etwas verhaltener \ud83d\ude09 , aber von Doreen mit K\u00fcsschen-auf-die-Wange und den Worten: &#8222;You are a realy good Kid and a hard worker!&#8220;<br \/>\nTats\u00e4chlich mit etwas Wehmut im Herzen verliesen wir an jenem sp\u00e4ten Nachmittag das Gem\u00fcse-Kaff Carnarvon. Wir haben es nicht besonders gemocht, aber ohne Carnarvon w\u00e4ren vielleicht schon nicht mehr hier &#8230; in Australien.<br \/>\nDa es schon d\u00e4mmerte und Nachts die Stra\u00dfen dem &#8222;Wildlife&#8220; geh\u00f6ren, schlugen wir schon wenige Kilometer nach der Ortsausgang unser Nachtlager auf. Was solls, wir waren raus &#8230; raus aus Carnarvon! \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Einfach nur Abh\u00e4ngen &#8211; 29.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ziel heute war noch einmal Coral Bay, wo wir vor etwa zwei Monaten zwar schon einmal waren, uns aber aufgrund fehlender finazieller Mittel keine Schnorchelausr\u00fcstung leihen konnten. Mit erheblichen Reserven in der Hinterhand wollten wir dies nun nachholen.<br \/>\nAllerdings sollte das auch dieses Mal leider nicht klappen. Am fr\u00fchen Vormittag erreichten wir den Abzweig nach Coral Bay, der aber mit Baken und Schildern abgesperrt war. Wir fragten einen Australier, der dort mit seinem Bootsgespann parkte und auf die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe zu warten schien, was denn passiert sei. Er meinte, dass es einen Unfall mit einem Tanklastzug gegeben h\u00e4tte und die Stra\u00dfe f\u00fcr die R\u00e4umungsarbeiten auf unbestimmt gesperrt sei.<br \/>\nWir hatten keine Lust zu warten, vor allem wenn einem niemand sagen kann, wie lange es dauern wird. Es gab zwar auch die M\u00f6glichkeit, von einer anderen Seite nach Coral Bay zu kommen, aber diese verwarfen wir recht schnell, da diese fast 300km Umweg bedeutet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Wir fuhren also weiter in Richtung morgigem Treffpunkt und beschlossen unterwegs an einer sch\u00f6nen Stelle zu bleiben und einfach etwas Entspannung zu betreiben. Verdient hatten wir uns es ja.<br \/>\nEtwa 40km weiter wurden wir f\u00fcndig. Ein Rastplatz ein einem Flu\u00df mit Feuerstellen, Sitz- m\u00f6glichkeiten und unserem eigenen, schattenspendenden Carport. Allein waren wir zwar nicht, aber die vorwiegend \u00e4lteren Herrschaften verteilten sich sehr gut auf dem gro\u00dfz\u00fcgigen Platz. Da die anderen schon flei\u00dfig gesammelt zu haben schienen, machten auch wir uns kurz auf den Weg, um etwas Feuerholz heranzuschaffen. Besonders rosig sah es diesbez\u00fcglich aber nicht mehr aus und so mussten wir uns mit Gestr\u00fcpp und Eukalyptus zufrieden geben. Auf dem Weg zur\u00fcck zum Auto zog dabei eine riesige Wolke an Heuschrecken auf, die aber zum Gl\u00fcck keinen Hunger hatte und darum einfach nur vorbeiflog.<br \/>\nFeuerholz war nun abgehakt und andere Aufgaben sahen wir nicht und konnten somit nun zum aktiven Nichtstun \u00fcbergehen. Doreen legte sich daf\u00fcr ins Auto und las in einem der wenigen B\u00fccher, die wir mithatten. Ich nutze die Zeit und bastelte, wie so oft, an der Kabelei im Auto. Eigentlich war so schon alles perfekt und es war einfach ein tolles Gef\u00fchl &#8230; weg von der Farm, Geld auf dem Konto und jede Menge Stra\u00dfen und Wege vor uns.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Ein i-T\u00fcpfelchen konnten wir dem ganzen allerdings noch aufsetzen. Schon w\u00e4hrend unserer Farmarbeit in Gatton nahmen wir uns vor, eine Flasche Rum zu kaufen, um hier und da mal ein paar Rum-Cola trinken zu k\u00f6nnen. Da Alkohol, insbesondere Schnaps u.\u00e4. hier enorm teuer ist, waren wir bisher immer zu geizig daf\u00fcr.<br \/>\nDiesmal aber war dem nicht so! Wir nutzten gestern in Carnarvon das verlockend g\u00fcnstige Angebot im Bottleshop und nennen nun eine 1-Liter-Flasche des ber\u00fchmten australischen Bundaburg im Wert von umgerechnet 35\u20ac unser eigen. H\u00f6chste Zeit also auf uns anzusto\u00dfen!<br \/>\nDer Tag endete gem\u00fctlich am Feuerchen, nat\u00fcrlich mit Nudeln und mindestens einem Becher Rum-Cola. Fernab von Ortschaften hatte uns der n\u00e4chtliche, australische Sternenhimmel wieder. Uns ging es richtig gut und wir waren voller Vorfreude.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Convoy &#8211; 30.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es war Tag des gro\u00dfen Treffens. Wir hatten aber recht viel Zeit, um zum Treffpunkt zu kommen, da wir ja, anders als geplant, nicht von Coral Bay kommen. Viel Zeit also auch heute f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcck und einen ruhigen Vormittag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Knapp 140km lagen allerdings noch vor uns und so starteten wir gegen 11:00 Uhr. Die Sonne schien, die Stra\u00dfe war gerade, die Landschaft karg. Alles perfekt also! Zwei Stunden sp\u00e4ter erreichten wir die Kreuzung, an der wir bereits winkend empfangen wurden.<br \/>\nWir waren also nun ein kleiner Convoy von 3 Fahrzeugen und insgesamt 7 Personen:<\/p>\n<ul>\n<li><span>Raphaela und Sebastian (Deutsche) in ihrem wei\u00dfen Toyota LandCruiser 60-Series (Benzin\/LPG)<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span>Kevin, Simon (Franzosen) und Chris (Brite) in Kevins Mitsubishi Pajero (Benzin)<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span>Doreen und Tim (Deutsche) in unserem blauen Toyota LandCruiser 60-Series (Diesel)<br \/>\n<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify\">Alles in allem eine interessante Mischung mit prinzipiell brauchbarem Material. Es verspricht spa\u00dfig, aber auch spannend zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir diskutierten zun\u00e4chst \u00fcber den weiteren Verlauf unserer Route. Es wurde sich \u00fcberraschend schnell geeinigt und die groben Ziele gesteckt. Sehr gut war, dass kein zeitlicher Rahmen festgelegt werden musste. Alle meinten einstimmig: &#8222;Es kommt, wie es kommt!&#8220;<br \/>\nEs dauerte also nicht lange und wir sieben machten uns auf den Weg. Tagesziel hatten wir keins, aber n\u00e4chster gr\u00f6\u00dferer Ort auf dem Weg sollte Karratha sein.<br \/>\nVor uns liegt nun jede Menge Weg und noch mehr Spa\u00df und Abenteuer, also auf geht&#8217;s &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzen Tage auf dem Feld Die letzten Tage waren besonders hart und verursachten viel R\u00fccken- und Knieschmerzen. Auf Grund des vielen Regens meinte Jorge, wir k\u00f6nnten, ohne den freien Tag zu nehmen, durcharbeiten, wenn wir wollen. 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