{"id":3174,"date":"2011-07-19T11:46:49","date_gmt":"2011-07-19T09:46:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mtbonline.de\/australien\/?p=3174"},"modified":"2011-07-19T11:46:49","modified_gmt":"2011-07-19T09:46:49","slug":"supermarktbekanntschaften-heute-2-for-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tido.world\/australien\/2011\/07\/19\/supermarktbekanntschaften-heute-2-for-1\/","title":{"rendered":"Supermarktbekanntschaften &#8230;. heute &#8222;2 f\u00fcr 1&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Unsere freien Tage verbrachten wir zumindest vormittags meist im Ort. Da es immerhin 10 km von der Farm bis ins Zentrum sind, versuchen wir alles mit nur einer Fahrt pro Woche zu erledigen. W\u00e4hrend die W\u00e4sche im Waschsalon ein wenig durchs halbwarme Wasser gewalgt wird, nutzen wir die \u00f6rtliche Bibliothek um ein wenig im Internet zu surfen. Nachdem die W\u00e4sche aus dem Trockner wieder in unsere Kleiderkisten gewandert ist, gehts weiter zum Woolworths, dem \u00f6rtlichen Supermarkt. Eine knappe halbe Stunde sp\u00e4ter sind alle f\u00fcr eine Woche notwendigen Lebensmittel im Einkaufswagen. Drau\u00dfen auf dem Parkplatz beginnt dann das Verteilen der T\u00fcten und Packungen in unsere Vorratskisten im Auto, nat\u00fcrlich nach einem gewissen Schema: Honig, Marmelade, Brot, Milch u.\u00e4. in die Fr\u00fchst\u00fcckskiste, Reis und Nudeln in die Nudelkiste, So\u00dfe in die So\u00dfenkiste &#8230; au\u00dfer den Kartoffelchips, die liegen immer so herum \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend wir einr\u00e4umen, h\u00f6ren wir ein paar Parkl\u00fccken weiter Stimmen. Auf einem Supermarktparkplatz nix besonderes, mag man meinen, aber nach nun mehreren Monaten in einem englischsprachigen Land hat man eine Art 6. Sinn f\u00fcr die deutsche Sprache entwickelt. Obwohl man nichts versteht, ist am Klang sowie an der Art und Weise, wie gesprochen wird, sofort zu erkennen, dass Deutsch gesprochen wird. So auch im Falle des P\u00e4rchens, dass zwei oder drei leere Parkl\u00fccken weiter ihr Auto, ein etwas j\u00fcngerer Bruder von TiDo, ebenfalls mit Eink\u00e4ufen beluden. Der Typ merkte auch, dass wir deutschsprechende Backpacker zu sein schienen und hatte wohl auch schon ein paar mal r\u00fcbergeschaut. Aufgeschlossen wie wir sind, gingen wir hin\u00fcber und das erste Gespr\u00e4ch begann nach kurzer Vorstellung \u00fcber das offensichtlichste gemeinsame Thema: Die Autos!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie hei\u00dft Raphaela und ist ein ansehnliches, zun\u00e4chst zur\u00fcckhaltendes 26 j\u00e4hriges M\u00e4del aus dem fr\u00e4nkischen Teil Bayerns. Ihr Freund Sebastian, ebenfalls aus Bay.. \u00e4hm Franken, ist 29 Jahre alt und ein aufgeweckter, netter sowie redseeliger Typ.<br \/>\nDie beiden waren im April in Australien angekommen und haben dort Ihren Toyota gekauft. Nach einer Runde im S\u00fcdwesten Australiens hatten sie die Reise hinauf an der Westk\u00fcste begonnen und f\u00fcllten nun hier in Carnarvon bis voraussichtlich Ende Juli Ihr Konto mit Farmarbeit wieder auf, wie auch Doreen und ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach etwa 15 Minuten Quatschen auf dem Parkplatz lud uns Sebastian zu einem Cappuccino bei den beiden &#8222;Zuhause&#8220; ein. Bei uns w\u00fcrde das bedeuten, dass wir auf 4 Klappst\u00fchlen auf dem Highway-Parkplatz sitzen. Die beiden aber hatten durch ein paar typisch australische Momente ein Zimmer im Haus eines ans\u00e4ssigen Australiers bekommen und so gabs das Getr\u00e4nk am K\u00fcchentisch in einem Haus.<br \/>\n\u00dcberraschenderweise merkte man gerade Raphaela recht schnell an, wie froh sie war, dass da mal jemand anderes ist, der sich mit dem auton\u00e4rrischen Sebastian \u00fcber dessen Lieblingsthema unterh\u00e4lt.<br \/>\nSt\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck stellte sich dabei heraus, dass es ein oder zwei kleine Baustellen am wei\u00dfen Bruder von TiDo gab, bei deren Behebung Tim zumindest als Handlanger behilflich sein k\u00f6nnte. Auch hier war das wohlwollen Raphaelas zu sp\u00fchren, die Ihre Farmarbeitsfreien Tage verst\u00e4ndlicherweise nur ungern im Blaumann verbringt, obwohl sie durchaus autoafin zu sein scheint &#8230; aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aus dem netten Nachmittag sollten noch mehrere werden. Und so tauschten wir an diesem Tag zun\u00e4chst die Handynummern und verabschiedeten uns.<br \/>\nWir bezogen nun wieder unsere 1500 asphaltierten Quadratmeter und bereiteten uns auf den n\u00e4chsten Arbeitstag vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Mechanikernachmittage, Kochabende und Ausfl\u00fcge ins Flu\u00dfbett<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aufgrund des zunehmend nassen Wetters w\u00e4hrend der letzten Wochen in Carnarvon ergaben sich viele Gelegenheiten, um mit Raphaela and Sebastian etwas Zeit zu verbringen. Ihr Unterkunft war nicht allzu weit von unserer Farm und so mussten wir die verregneten Tage nicht nur im Auto verbringen.<br \/>\nWie bereits angek\u00fcndigt, standen einige Reparaturen am Auto der beiden an und so legten Sebastian und ich im gut ausgestatteten Mechanikerschuppen des Hauses los, sobald entsprechende Ersatzteile zur Verf\u00fcgung standen. Es waren letztendlich durchaus gr\u00f6\u00dfere Eingriffe in der Getrieberegion des Toyotas, zumindest aus meiner Sicht als Laie.<br \/>\nWir bauten das Getriebe aus, dass bei diesem Kalliber von Fahrzeug ein \u00e4u\u00dferst stattliches Eigengewicht mitbringt, und tauschten die angebrochene Kupplungsglocke und ersetzen diverse Lager durch neue. Weiter sorgten Sebastian und ich mit gelegentlicher Hilfe der M\u00e4dels daf\u00fcr, dass der wei\u00dfe Landcruiser nun auch wieder mit 4-Rad-Untersetzung ins Gel\u00e4nde gehen konnte.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Dies musste nat\u00fcrlich gleich nach Wiedereinbau des Ge- triebes probiert und ausf\u00fchrlich getestet werden. Gl\u00fccklicher- weise lag knapp 100m hinter dem Grundst\u00fcck das Flu\u00dfbett des Gascoyne River, welches zu dieser Jahreszeit kaum Wasser f\u00fchrte und so einem gro\u00dfen Sandkasten glich.<br \/>\nDer Luftdruck der Autos war schnell halbiert, der 4-Rad-Antrieb zugeschaltet und so stand ein wenig Spa\u00df nichts mehr im Weg. Es ging kreuz und quer durch den Sand, die kleine Abs\u00e4tze hoch und wieder hinunter. Uns allen Vieren war anzumerken, wie sehr wir uns danach sehnten, wieder unterwegs zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Mechanikernachmittage endeten meist in der K\u00fcche, wo die Herren frisches Gem\u00fcse und Nudeln zu Essen verarbeiteten, w\u00e4hrend sich die Damen an der PlayStation vergn\u00fcgten &#8230; so l\u00e4uft das heutzutage, ja ja.<br \/>\nW\u00e4hrend der mehreren gemeinsamen Abendessen wuchs auch der Gedanke, zumindest die absehbar identischen Etappen, welche nach dem Ende der Arbeitsperiode vor uns allen lagen, gemeinsam zu absolvieren. Abgesehen von der Gesellschaft hatte das nat\u00fcrlich auch sicherheitstechnische Gr\u00fcnde, denn einige Strecken macht man lieber mit zwei oder mehr Fahrzeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere freien Tage verbrachten wir zumindest vormittags meist im Ort. Da es immerhin 10 km von der Farm bis ins Zentrum sind, versuchen wir alles mit nur einer Fahrt pro Woche zu erledigen. 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