{"id":3252,"date":"2011-08-05T17:32:51","date_gmt":"2011-08-05T15:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mtbonline.de\/australien\/?p=3252"},"modified":"2011-08-05T17:32:51","modified_gmt":"2011-08-05T15:32:51","slug":"bis-karratha-und-weiter-nach-tom-price","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tido.world\/australien\/2011\/08\/05\/bis-karratha-und-weiter-nach-tom-price\/","title":{"rendered":"Bis Karratha und weiter nach Tom Price"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 1 &#8211; 30.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am ersten Tag unserer Fahrt im Convoy ging es auf dem North West Coastal Highway in Richtung Karratha. Wir machten regelm\u00e4\u00dfig Rast an den Roadhouses, die hier drau\u00dfen etwa alle 150 bis 200km an den Hauptverbindungsstra\u00dfen zu finden sind.<br \/>\nAllzu schnell war die Kolonne nicht unterwegs. Zum einen war es nicht n\u00f6tig, zum anderen aus R\u00fccksicht auf Sebastian und Raphaela. Deren Auto war auf Gas-Betrieb optimiert. Da ihr Gastank aber mittlerweile leer war, die Tankstellen hier im Nirgendwo aber nur sehr selten LPG im Angebot hatten, mussten die beiden mit Benzin fahren. Der Leistungsverlust und das schlechtere Laufverhalten des Motors wurde durch das geringere Tempo kompensiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir schafften an diesem Nachmittag dennoch einige Kilometer und suchten nun nach einem Pl\u00e4tzchen f\u00fcr einen gemeinsamen Abend und die Nacht. Klar gab es genug Rastpl\u00e4tze am Highway, aber das war nicht, was uns eigentlich vorschwebte. Da Doreen und ich vorn fuhren und auch schon etwas Erfahrung bei der Schlafplatzsuche hatten, bogen wir, f\u00fcr die anderen wohl etwas \u00fcberraschend, einfach an einer g\u00fcnstig wirkenden Stellen vom asphaltierten Highway ab und folgenten dem einspurigen Pfad.<br \/>\nDie anderen folgten uns zweifelnd, waren aber recht zufrieden, als wir nach ein paar Kilometern am Ende des &#8222;Weges&#8220; ankamen.<br \/>\nW\u00e4hrend Kevin und seine Crew begannen ihre Zelte und Klappst\u00fchle auszupacken, gingen Sebastian und ich auf einen der nahegelegenen H\u00fcgel um ein wenig die Aussicht zu genie\u00dfen. Der Ausblick war schon beeindruckend &#8230;<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Genau das war es, was wir sehen und erleben wollten, endloses Nichts.<br \/>\nWir verweilten ein wenig und genossen den Moment, bevor wir wieder zur\u00fcck zum Camp gingen und beim Holzsuchen halfen.<br \/>\nBis es d\u00e4mmerte waren alle Zelte aufgebaut, die Feuerstelle prepariert und alle Klappst\u00fchle drumherum positioniert. Jeder stand an seinem Auto und bereitete das Abendessen vor. Keine Ahnung warum, aber bei Doreen und mir ging alles immer irgendwie am schnellsten ..!? Beim Essen sa\u00dfen wir dann alle am Feuer und berichteten \u00fcber Dieses und Jenes. Vor allem durch die Abgeschiedenheit lag eine gewisse Romantik und Gelassenheit in der Luft. Weiter weg von allem konnte man nicht sein.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen die Leute nach und nach ins Bett und es zeichnete sich ab, dass Simon derjenige sein wird, der sich jeden Abend bis zum letzten verbleibenden Zweig um das Feuer k\u00fcmmern wird, bevor auch er sein Zelt bezieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 2 &#8211; 31.07.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sebastian war, glaube ich, der erste, der wach war und am Heck seines Toyotas sein Weet-Bix-M\u00fcsli a\u00df. Der Rest fr\u00fchst\u00fcckte etwas sp\u00e4ter gemeinsam in der warmen Morgensonne.<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Feuerstelle war mit roter Erde abgedeckt und alles wieder in den Autos verstaut. Es konnte weitergehen. Dem Pfad zur\u00fcck zum Highway gefolgt begann der heutige Roadtrip. Wieder fuhren wir mit etwa 60 &#8211; 70km\/h hinter Sebastian und Raphaela her. Es war schon sehr sehr entspanntes Fahren, keine Frage &#8230; aber: No Rush!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am n\u00e4chsten Roadhouse, an dem auch gleich eine Art Caravanpark angeschlossen war, nutzten wir die Gelegenheit, schlichen uns ein und duschten. Ob es erlaubt war, oder nicht, war schwer zu erkennen, aber irgendwie hat es keinen wirklich interessiert, dass 7 Personen einfach so in die sanit\u00e4ren Anlagen wanderten. Uns soll es recht sein.<br \/>\nPrinzipiell hatten wir immernoch Karratha als n\u00e4chstes st\u00e4dtisches Ziel im Auge. Da wir dort aber zun\u00e4chst die N\u00e4he der Westk\u00fcste in Richtung Tom Price verlassen wollen, verst\u00e4ndigte man sich schnell auf einen Nachmittag und eine Nacht in Strand- bzw. Wassern\u00e4he. Wir konsultierten also den Stra\u00dfenatlas und fanden etwa 60km vor Karratha eine Stra\u00dfe, die hoffentlich bis zum Wasser f\u00fchren w\u00fcrde. Nun, sie hie\u00df &#8222;Forty Mile Beach Road&#8220;, die Wahrscheinlichkeit war also recht hoch \ud83d\ude09<br \/>\nAm Abzweig angekommen bogen wir also vom Highway ab und folgen der ca. 10km langen, fast schnurgeraden Schotterstra\u00dfe, die dann allerdings kurz vor dem Strand eine Kurve nahm und nun weiter parallel zur K\u00fcste zu verlaufen schien. Zum Gl\u00fcck gab es mehr als genug kleine befahrbare Pfade hinunter zum Wasser und so lie\u00dfen wir wiedermal die halbe Luft aus den Reifen und st\u00fcrzten uns auf den Sand.<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es war toll &#8230; und wie immer war wenig los. So konnten wir Formation fahren oder eben einfach nur Cruisen, ohne jemanden zu st\u00f6ren. Hin und wieder gab es felsige Abschnitte am Strand, die da\u00df ganze gel\u00e4ndetechnisch noch etwas auflockerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Irgendwann aber auch f\u00fcr unser Ger\u00e4t kein Weiterkommen mehr m\u00f6glich und so nahmen wir einen Abzweig in die D\u00fcnen und bezogen dort einen gesch\u00fctzen Platz. Schutz wo vor, m\u00f6chte man fragen!? Ich habe keine Ahnung \ud83d\ude42 Die beiden Damen verzogen sich dann jedenfalls zum Sonnen in die sandigen H\u00fcgel und wir Kerle spielten am Strand Fussball. Da gerade Ebbe zu sein schien war daf\u00fcr auch mehr als genug Platz vorhanden.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">P\u00fcnktlich zum Sonnenuntergang stand dann auch das Abendessen auf dem Kocher und erneut hatten wir uns alle um ein gem\u00fctliches Feuer versammelt. Nach dem Essen gab es dann noch Freilichtkino mit dem Spielberg-Klassiker &#8222;The Goonies&#8220;, wobei wohl nur zwei bis zum Ende durchgehalten haben sollen. Das lag nat\u00fcrlich nicht an der unbestrittenen Qualit\u00e4t des Films, sondern nur am durchaus anstrengenden Tag. Ich geh\u00f6rte jedenfalls zu denen, die schon vor Ende m\u00fcde ins Bett gefallen waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 3 &#8211; 01.08.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wieder wurde geschlafen bis es in den Autos zu warm wird. Danach Fr\u00fchst\u00fcck. Noch ein paar Runden in den D\u00fcnen auf ging es zur\u00fcck zum Highway. Es war ein sehr lohnenswerter Umweg, wie wir meinen.<br \/>\nDie wenigen Kilometer bis Karratha waren schnell absolviert. Bereits am Ortseingang befand sich die Touristeninformation, die f\u00fcr uns nat\u00fcrlich ein obligatorisches Ziel darstellt &#8230; nicht nur wegen der Toiletten \ud83d\ude09 Wir informierten uns bei der Gelegenheit gleich \u00fcber den Zustand und die Gegebenheiten der von uns geplanten Route nach Tom Price, unserem n\u00e4chsten Ziel, im weiteren Sinne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Innland weit-s\u00fcdlich von Karratha befinden sich gro\u00dfe Tagebaust\u00e4tten f\u00fcr Eisenerz und andere metallische Rohstoffe, von denen das Material mit 2,5km langen Z\u00fcgen an die K\u00fcste gebracht werden, um dort in alle Welt Verschifft zu werden. Betreiber des ganzen ist hier die <span><a>Rio Tinto Ltd<\/a><\/span>, drittgr\u00f6\u00dfte Abbaugesellschaft der Welt, und entlang der besagten Eisenbahntrasse f\u00fchrt die im allgemeinen &#8222;Rio Tinto Access Road&#8220; genannte Schotterpiste bis nach Tom Price. Es hei\u00dft sie w\u00e4re sehr sehenswert und f\u00fchre durch typisches australisches Outback.<br \/>\nUm diese befahren zu d\u00fcrfen ben\u00f6tigt man eine Genehmigung, die einem jeden nach dem Studieren eines etwa 25min\u00fctigen Lehrvideos ausgestellt wird. Also nahmen wir Platz, schauten aufmerksam zu und lie\u00dfen uns das St\u00fcck Papier unterschreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Soweit hatten wir also die notwendigen Formalit\u00e4ten f\u00fcr die Weiterfahrt erledigt und fuhren weiter ins Zentrum von Karratha. Vor allem f\u00fcr alle anderen hie\u00df es hier shoppen. Sie waren seid Carnarvon, der letzten gr\u00f6\u00dferen Siedlung, nun schon eine knappe Woche l\u00e4nger unterwegs als Doreen und ich und mussten nun vor allem Wasser und Lebensmittel nachf\u00fcllen.<br \/>\nWir parkten also am \u00f6rtlichen McDonalds und gingen zun\u00e4chst geschlossen in den Supermarkt. Anschlie\u00dfend teilten wir uns auf, da z.B. Sebastian noch zum Autozubeh\u00f6rladen und Kevin noch einen Baumarkt suchen wollte. Doreen blieb bei McDonalds und k\u00fcmmerte sich um Blog und ihre Korrespondenz w\u00e4hrend ich zur Bank ging und unsere Gehaltsschecks einl\u00f6ste. Ich muss zugeben, dass mir der Weg von der Bank der Farmer bis zu unseren schon etwas unangenehm war, denn ich laufe nicht oft mit umgerechnet etwa 8000\u20ac Bargeld herum. Es war aber nat\u00fcrlich alles gut gegangen und das Geld landete sicher auf unserem australischen Konto.<br \/>\nNach dem auch ich noch eine kleine Runde durch den Ort gefahren war, trafen fast alle wieder p\u00fcnktlich am Sammelpunkt McDonalds ein. Nur Sebastian und Ela nicht. Sebastian hatte wohl auf deren Shoppingtour noch einen Bikepark gefunden und musste dort nat\u00fcrlich sein Fahrrad vom Auto schnallen. Naja, irgendwann hatten die beiden es dann doch geschafft \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Zeit war schon recht vorangeschritten. Also gab es eine kurze Beratung, wo wir denn heute schlaffen wollen. Ergebnis war, dass alle meinten, Doreen und ich sollen vornweg fahren. So sei es!<br \/>\nWir landeten auf der Burrup-Halbinsel in der N\u00e4he des Ortes Dampier, wo \u00fcbrigens auch der Verladehafen f\u00fcr das Eisenerz zu finden ist. Unterwegs passierten wir noch riesige, k\u00fcnstlich be- und entw\u00e4sserte Fl\u00e4chen, auf denen wohl Meersalz gewonnen wird.<br \/>\nEs war schon fast dunkel, als wir zwischen ruhigen H\u00fcgeln eine gute Stelle f\u00fcr die Nacht gefunden hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 4 &#8211; 02.08.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bevor wir uns auf die erste Etappe an den Gleisen der Rio Tinto Bahn machten, besuchten wir noch den kleinen Hafenort Dampier. Wir steuerten zuerst die Tankstelle an und f\u00fcllten Trinkwasser nach. Gleich um die Ecke befand sich ein Sportplatz und dort, welch \u00dcberraschung, gab es Duschen. Frisch und gepflegt nahmen wir als die ersten Kilometer in Richtung Tom Price in Angriff. Zun\u00e4chst war die Stra\u00dfe zwar noch asphaltiert, aber das \u00e4nderte sich sp\u00e4ter in das, was wir eigentlich erwartet hatten:<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Erfahrungsgem\u00e4\u00df sind Schotterpisten immer recht wellig. Wir stoppten kurz und reduzierten aus Konfortgr\u00fcnden alle etwas den Reifendruck. Weiter gehts!<br \/>\nW\u00e4hrend des Fahrens entwickelte sich der Milstream-Chichester Nationalpark zum heutigen Etappenziel. Wir verlie\u00dfen also f\u00fcr den Nachmittag und auch die Nacht die Stra\u00dfe nach Tom Price und schauten uns ein wenig um. Milstream ist bekannt f\u00fcr seine Berg- und Felsformationen, die entfernt etwas an Monument Valley erinnern sollen. W\u00e4hrend unserer Tour durch die H\u00fcgel hielten wir an verschiedenen Punkten mit guter Aussicht und tats\u00e4chlich. Weiter Richtung Horizont waren ein paar dieser Gebilde zu erkennen. Uns hat es hier richtig gut gefallen und da von uns noch keiner im Monument Valley war, gab&#8217;s auch keinen Vergleich \ud83d\ude09<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein kleiner Schriftzug auf der Karte f\u00fchrte uns zum sogenannten Python Pool, einem kleinen See am Fu\u00dfe roter Felsen. Trotz des eher be\u00e4ngstigenden Namen lud er doch sehr zum baden ein. Warnschilder waren auch nirgendwo zu finden und so lie\u00dfen wir uns nach der schwitzigen Fahrt auch nicht lange davon abhalten. Das Wasser war k\u00fchl und durch das sandige Ufer etwas tr\u00fcbe. Wir konnten also nicht sehen, ob wir alle wirklich allein badeten. Nach einem kleinen Sonnenbad waren wir auch bald wieder trocken und diskutierten fix die Pl\u00e4ne f\u00fcr den Abend. Ein kleiner Campingplatz mit Selbstregistrierung gleich in der N\u00e4he wurde kurz darauf von uns bezogen.<br \/>\nDie Sonne verschwand recht schnell hinter den H\u00fcgeln und so versammelten wir uns schon bald am Feuer zum Abendessen. Ein paar unsere australischen Nachbaren wurde von der guten Stimmung angezogen, kamen r\u00fcber und fragte ob sie sich einreihen d\u00fcrfen. Nat\u00fcrlich durften sie und so wurde nun in gro\u00dfer Runde \u00fcber Gott und die Welt erz\u00e4hlt und berichtet. Bei solchen Gelegenheiten war immer wieder festzustellen, wie viel von Australien man als Backpacker im Vergleich zu vielen Einheimischen schon gesehen hatte. Dennoch hatte auch unsere heute Gesellschaft heute Abend wieder ein paar gute Tipps f\u00fcr die Gegend hier auf Lager. Als wir meinten, wir w\u00fcrden auf dem Weg in Richtung Karijini National Park sein, wurde uns zum Beispiel gleich mal ein Schlafplatz empfohlen, von dem man von den Rangers nicht belangt werden kann. Notiert \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 5 &#8211; 03.08.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nicht allzu sp\u00e4t auf den Beinen nahmen wir heute eine kleine Wanderung in Angriff. Start war Python Pool, also da, wo wir gestern schon gebadet und eben die Informationstafel zur Wanderroute gefunden hatten. Wir packten alle ein paar Snacks und Wasser ein, au\u00dfer Sebastian.Er verzichtete auf die gemeinsame Tour und entschied sich f\u00fcr ein wenig \u00dcbung mit seinem Fahrrad. Sebastian ist ein Downhill-Biker und hatte gesehen, dass die ersten paar Hundert Meter des Weges recht steil bergauf bzw. r\u00fcckw\u00e4rts betrachtet bergab gingen und wollte unbedingt probieren, diese zu fahren.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Den Aufstieg absolvierten wir also noch gemeinsam und trennten uns dann. Es war sehr sehr warm und der Weg \u00fcber die roten mit Spinnifex bewachsenen H\u00fcgel, vorbei an Termitenbauten und wilden Blumen, bot keine schattigen Pl\u00e4tze. Wir wussten aber, dass am Ziel der Wanderung ein Wasserloch auf uns warten w\u00fcrde. Wir waren also guter Dinge mit einer Abk\u00fchlung belohnt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach etwa 2 Stunden erreichten wir den Wende- punkt und wir hatten Gl\u00fcck, es war genug Wasser im Pool f\u00fcr ein Bad. Sogar ein paar kleine B\u00e4ume und Str\u00e4ucher waren da und sorgten f\u00fcr ein paar Minuten sonnenfreie Erholung &#8230; nicht, dass wir uns \u00fcber das Wetter beschweren w\u00fcrden.<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie es mit R\u00fcckwegen immer so ist, verging die Zeit viel schneller, als noch hinzu. W\u00e4hrend der letzten Kilometer in der Nachmittagshitze sehnte wir uns schon wieder alle nach einem Bad. Am Parkplatz wartete auch Sebastian schon auf uns und ruck zuck waren wir alle wieder im Wasser.<br \/>\nUm noch ein paar Kilometer in Richtung Tom Price zu schaffen, bemannte die Gruppe anschlie\u00dfend die Fahrzeuge. Wir kehrten zur\u00fcck zur Rio Tinto Access Road und folgten der Stra\u00dfe und den Schienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit zeitlich noch etwas Luft bis zur D\u00e4mmerung bezogen wir ein Platz direkt neben den Glei\u00dfen, wo w\u00e4hrend des Baus wohl mal Material sowie Ger\u00e4t gelagert bzw. geparkt wurden. Aus ca. 30 bis 40 cm langen und unfa\u00dfbar schweren Glei\u00dfst\u00fccken formten wir passend zur heutigen Szenerie einen gro\u00dfen Feuerkreis, in dem wir im Laufe des Abends die herumliegenden Reste alter Transportpaletten verbrennen w\u00fcrden. Ziemlich genau alle 20 Minuten passierte einer dieser 2,5 km messenden Z\u00fcge mit kaum mehr als 10 bis 20 km\/h unser Camp und wenn man den Lokf\u00fchrer gr\u00fc\u00dfte, gab&#8217;s auch eine umgehende Antwort aus den riesigen Luftdrucktr\u00f6ten der Dieselloks.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Wir machten uns durchaus Gedanken ob wir bei dem Verkehr den schlafen k\u00f6nnen w\u00fcrden, aber die Romantik des Moments lie\u00df uns diese Bedenken recht schnell ver- werfen.<br \/>\nIm Laufe des Abends sickerte im Gespr\u00e4ch letztend- lich doch durch, dass heute mein, Tims Geburtstag ist. Klar, Doreen wusste es nat\u00fcrlich vorher und hatte auch morgens schon gratuliert. Nun zogen alle anderen nach und das ganze wurde zur Feuer des Tages auch mit ein oder zwei Pepsi-Bundaberg gefeiert.<br \/>\nAuch heute war Simon wieder derjenige, der als letzter Mann noch das Feuer h\u00fctete, w\u00e4hrend alle anderen schon in den Betten lagen. Was die Z\u00fcge betrifft &#8230; die ersten beiden hat man noch wahrgenommen, danach aber haben zumindest wir recht gut geschlafen \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"post-title\">Tag 6 &#8211; 04.08.2011<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Etwa 24 Z\u00fcge sp\u00e4ter weckte uns auch heute wieder die Sonne. Gerade Simon, der franz\u00f6sische Feuerh\u00fcter, kam morgens nicht allzu gut in die G\u00e4nge. Entsprechend konnten sich alle anderen mit Fr\u00fchst\u00fcck sowie zusammenpacken von Zelten und \u00e4hnlichem viel Zeit lassen. Irgendwann war aber auch Simon auf den Beinen und abfahrbereit. Alle lie\u00dfen Ihre Autos an &#8230; nun, fast alle. Ich machte die Z\u00fcndung an, wollte dann den Motor starten, aber nix passierte. Mir schlief kurz das Gesicht ein und Doreen schaute mich schweigend an. Genau wie sie, gab auch TiDo keinen Ton von sich.<br \/>\nDie erste Vermutung war nat\u00fcrlich, die Batterie sei leer. Allerdings bemerkten wir dann, dass Radio und auch Innenraumbeleuchtung problemlos liefen. Also, Motorhaube auf und mal schauen, wie es so um die \u00fcberschaubare Elektrik steht. Sebastian kam dazu und wir begannen gleich an s\u00e4mtlichen Verbindungen zu wackeln und zu ziehen. Es brauchte nur drei oder vier Versuche bis Sebastian ein fast loses Ende in der Hand hielt. Nur die Isolierung verband noch das Kabel mit der Klemme am Pol der Batterie. Durch die vielen Kilometer Wellblechpiste der letzten Tage schien sich das in die Jahre gekommene Kabel abger\u00fcttelt zu haben. Da wir alle gen\u00fcgend Kabel und Verbinder im Petto hatten, waren die beiden Enden schnell und serienreif verbunden. Ein kleiner Dreh am Schl\u00fcssel und schon tuckerte der kleine Diesel wieder vor sich hin. Abfahrt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir fuhren ein paar hundert Meter zur\u00fcck um dort zu einer weiteren Stelle im Millstream Chichester Nationalpark abzubiegen. Der Fortescue River bildete in der N\u00e4he einige Seen, die wir uns mal ansehen wollten.<br \/>\nEs war nicht sonderlich spektakul\u00e4r, aber dennoch ganz nett. Nach nun mittlerweile mehreren Tagen ohne Dusche nutzen wir nat\u00fcrlich jede M\u00f6glichkeit zum Baden. Krokodile soll es hier nicht soooo viele geben. Mit diesem Thema abgehakt, schwammen wir alle eine Runde und die Damen g\u00f6nnten sich anschlie\u00dfen sogar eine Tasse frischen Cappuccino.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da wir heute geplant hatten, bis Tom Price zu kommen, standen uns noch ein paar Stunden im Auto bevor. Die Schotterstra\u00dfe war weitestgehend in gutem Zustand und verlief auch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gerade, weshalb wir gem\u00fctlich aber z\u00fcgig vorankamen. Wie schon am Abend zuvor begegneten uns w\u00e4hrend der Fahrt ununterbrochen die Sch\u00fcttgutz\u00fcge von Rio Tinto. Leer waren sie, als wir sie \u00fcberholten, voll beladen aber kamen sie uns entgegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4t am Nachmittag k\u00fcndigten asphaltierten Stra\u00dfen und erh\u00f6htes Verkehrsaufkommen einen gr\u00f6\u00dferen Ort an. Tom Price wurde als Bergbaustadt gegr\u00fcndet und hat mittlerweile fast 3000 Einwohner. Ja, ihr habt richtig geh\u00f6rt, drei tausend Leute sind hier schon ein gr\u00f6\u00dferer Ort \ud83d\ude09 F\u00fcr uns war er in erster Linie Versorgungspunkt und Tor zum Karijini Nationalpark, der sich \u00f6stlich von hier erstreckt und \u00e4u\u00dferst sehenswert sein soll.<br \/>\nWie hielten zuerst zum Tanken und Luftdruck anpassen. Weiter im Zentr.. \u00e4hm, der Ortsmitte gab&#8217;s dann auch den erhofften und gut sortierten Supermarkt. Ansonsten war Tom Price nicht sonderlich interessant.<br \/>\nBald also schon verfl\u00fcchtete sich die Gruppe wieder in die &#8222;Gegend&#8220; und absolvierten bereits die einen Teil des Weges zu Nationalpark. Die Sonne war schon nicht mehr weit vom Horizont als wir auf einer Anh\u00f6he unser Lager aufschlugen. Beschaulich genossen wir die letzten Z\u00fcge \ud83d\ude09 dieses Tages, schauten gen Himmel und fragten uns nach knapp einer Woche makellos blauem Himmel &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1 &#8211; 30.07.2011 Am ersten Tag unserer Fahrt im Convoy ging es auf dem North West Coastal Highway in Richtung Karratha. Wir machten regelm\u00e4\u00dfig Rast an den Roadhouses, die hier drau\u00dfen etwa alle 150 bis 200km an den Hauptverbindungsstra\u00dfen zu finden sind. Allzu schnell war die Kolonne nicht unterwegs. 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