{"id":91,"date":"2011-04-09T07:07:00","date_gmt":"2011-04-09T05:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mtbonline.de\/australien\/2011\/04\/09\/kalgoorlie-boulder-30-03-2011\/"},"modified":"2011-04-09T07:07:00","modified_gmt":"2011-04-09T05:07:00","slug":"kalgoorlie-boulder-30-03-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tido.world\/australien\/2011\/04\/09\/kalgoorlie-boulder-30-03-2011\/","title":{"rendered":"Kalgoorlie-Boulder &#8211; 30.03.2011"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Recht fr\u00fch am Morgen erreichten wir, Marco, Ivonne, Nick(..), Doreen und ich (Tim), heute den kleinen Ort Norseman, der f\u00fcr uns den Abschluss des Roadtrips nach Westen darstellte. Der einzige Highway, der im S\u00fcden Australiens den Osten und den Westen des Landes verbindet, hat hier sein westliches Ende bzw. seinen Anfang, und so trifft man hier neben den wenigen Einheimischen hauts\u00e4chlich Reisende, die Ihre Vorr\u00e4te noch einmal, oder wie wir wieder auff\u00fcllen.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Da nun schon ein paar Tage ohne richtige Dusche hinter uns lagen, suchten wir zun\u00e4chst nach einer. Aber leider war die einzige, die wir fanden verschlossen und \u00f6ffnete auch zu den ausgeschriebenen \u00d6ffnungszeiten nicht &#8211; Provinz eben. \ud83d\ude09 \u00c4usserst provinziell war \u00fcbrigens auch das \u00f6rtliche Kino, dass ich nat\u00fcrlich unbedingt auf Bild festhalten musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als N\u00e4chstes Stand eine kurze Beratung in der Runde an. Au\u00dfer dem Weg, den wir gekommen waren, bot Norseman nur zwei M\u00f6glichkeiten zur Weiterreise an: Nach Norden in Richtung Kalgoorlie-Boulder, oder nach Esperance im S\u00fcden. Die Mehrheit entschied sich zun\u00e4chst f\u00fcr Kalgoorlie und so machte sich unser kleiner Convoy ohne zu gro\u00dfe Verz\u00f6gerung auf die knapp 200 km nach Norden.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Der Weg f\u00fchrte weiterhin durch trockene Landschaften, die hin und wieder durch Busch und wasserlosen Salzseen aufgelockert wurde.<br \/>\nDa das Duschen nach wie vor auf dem Plan stand, verlie\u00dfen wir bei n\u00e4chste Gelegenheit den Highway und w\u00e4hlten eine etwas ruhigere alternative Route, da dort hin und wieder Campingpl\u00e4tze an der Strecke lagen, auf die wir uns &#8222;einschleichen&#8220; k\u00f6nnten. Und so hatten wir bereits beim ersten Erfolg. Es war nicht einmal n\u00f6tig ein Tor o.\u00e4. zu passieren. Das Geb\u00e4ude mit den sanit\u00e4ren Anlagen war direkt vom Parkplatz aus zu erreichen, mal abgesehen davon, dass dort einfach gar niemand war, den das interessiert h\u00e4tte. \ud83d\ude42<br \/>\nSo war nach etwa zwei Stunden und einem kleinen Mittagessen alles wieder frisch. Bei dem \u00e4u\u00dferst Warmen Wetter hielt das allerdings gerade mal f\u00fcr die Dauer der Weiterfahrt bis Kalgoorlie, welches wir am Nachmittag erreichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als erstes f\u00fcllten wir unsere Vorr\u00e4te auf und suchten die \u00f6rtlich Bibliothek auf, um seit l\u00e4ngerem mal wieder das Internet nutzen zu k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend lie\u00dfen wir uns an einer Art Aussichtspunkt nieder und gingen entspannt in den Abend.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Dieser Aussichtspunkt lag auf einem H\u00fcgel, der Bestandteil der Anlagen zur St\u00e4dtischen Wasserversorung war. Interessant dabei ist, dass Kalgoorlie \u00fcber eine 600km lange Pipeline direkt von Perth mit Trinkwasser versorgt wird und ohne diese \u00fcberhaupt nicht existieren k\u00f6nnte. Es ist wohl die l\u00e4ngste S\u00fcsswasser-Pipeline der Welt. Was Mensch nicht alles f\u00fcr Gold tut. Genannt wir sie dewegen auch die &#8222;Golden-Pipeline&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Nacht wachte ich ein paar mal auf, da ich es an der T\u00fcte unsere frisch gekauften Schoko-Chips-Kekse rascheln h\u00f6rte, die am Fu\u00dfende auf Doreens Seite des Bettes lagerten. Ich stuppste Doreen an und bat Sie, mit Ihren F\u00fc\u00dfen acht zu geben.<br \/>\nNach dem zweiten Mal jedoch meinte Sie, dass sie das &#8211; auch &#8211; diesmal nicht gewesen sei &#8230; ganz sicher! Wir blieben ein Weile wach liegen und lauschten gespannt. Und tats\u00e4chlich, erneut raschelte es an der T\u00fcte. Die Schlussfolgerung war leicht: Wir hatten einen blinden Passagier mir Vorliebe f\u00fcr Kekse.<br \/>\nNachts konnten wir nat\u00fcrlich nicht allzu viel dagegen tun, also schliefen wir weiter und starteten am N\u00e4chsten morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck eine R\u00e4um- und Suchaktion. W\u00e4hrend dieser stellten wir fest, dass unser neuer Mitfahrer nicht nur Kekse mochte, sondern diese auc versuchte mit Wein hinunterzusp\u00fchlen, da das 4Liter-Goone-Tetrapak ebenfalls angeknabbert schien. DAS bedeutete Krieg und einen weiteren Punkt auf unserer Tagesordnung: Mausfallen besorgen.<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Aber alles zu seiner Zeit, denn als erstes spazierten wir einen kleiner Runde durch die eigentlich ganz ansehnliche Stadt.<br \/>\nKalgoorlie-Boulder ist ein Bergbau-Stadt in Mitten des australischen Outbacks. Sie entstand an der sogennanten &#8222;Golden Mile&#8220;, eine der gr\u00f6\u00dfen Goldadern der Welt. Heute ist hier der gr\u00f6\u00dfte aktive Gold-Tagebau der s\u00fcdlichen Halbkugel und die Stadt bietet den dort arbeitenden Kumpels und deren Familien die n\u00f6tigen Unterk\u00fcnfte und Versorgungsm\u00f6glichkeiten. Sie hat momentan etwa 25000 Einwohner.<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Gold-Tagebau stand heute gl\u00fccklicherweise eine Sprengung an und so legten wir den geplanten Besuch dort nat\u00fcrlich so, dass wir diese auch erleben konnten. Wir m\u00fcssen jedoch gestehen, dass neben dem lauten Knall und ein wenig Rauch nicht allzuviel zu sehen war, was den immensen Dimensionen dieses Lochs zu schulden ist. Bei einer Fl\u00e4che von 4,2 x 2km und einer Tiefe von 600m wirkten die Baumaschinen wir Spielzeugautos. Die eigentlich riesigen Kipplaster brauchten allein 50 Minuten f\u00fcr Ihre Fahrt vom oberen Rand entlang der Autobahnbreiten Stra\u00dfe an den Seiten bis hinunter zum Boden. Dort wurden sie von den gewaltigen Baggern mit ein bis zwei Schauffeln Sand, Gestein und ein gaaaanz klein wenig Gold voll beladen, um dann den Weg zur\u00fcck nach oben anzutreten, welcher nat\u00fcrlich wieder fast eine Stunde dauerte. W\u00e4hrend einer Auffahrt werden dabei von einem dieser Laster etwa 200Liter Kraftstoff verbrannt.<br \/>\nErgebniss von all dem sind 17 Tonnen reines Gold pro Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf dem Parkplatz des SuperPit fanden wir sogar einige Steine mit kleinen Goldst\u00fcckchen drin. Dar\u00fcber freuten wir uns wie kleine Kinder und im Besitz von Goldsteinen f\u00fchlten wir uns kurze Zeit superreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anschlie\u00dfend kauften Doreen und ich im Baumarkt zwei Mausefallen. Die Kassiererin empfohl uns dabei gleich, diese mit Ernussbutter zu betreiben, da M\u00e4use Ernussbutter lieben. \ud83d\ude09 Noch auf dem Parkplatz bef\u00fcllten wir die beiden Fallen und verteilten sie hinten im TiDo. Wir waren schon gespannt, ob und was genau wir damit fangen w\u00fcrden &#8230;<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dem lohnenswerten Besuch in der Stadt des Goldes fuhren Marco, seine beiden Mitfahrer und wir am fr\u00fchen Nachmittag wieder Richtung S\u00fcden, denn schlie\u00dflich wollten wir ja auch nach Esperance, einem beliebten Urlaubsort an der S\u00fcdk\u00fcste.<br \/>\nWir passierten erneut Norseman und etwa 80km sp\u00e4ter fanden wir wiedereinmal ein gem\u00fctliches und einsames Pl\u00e4tzchen f\u00fcr die Nacht. Holzbeschaffung erledigten wir heute mal schnell mit Hilfe des Autos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4ter sa\u00dfen wir alle am Warmen Feuer, als Doreen und ich pl\u00f6tzlich ein kurzes klackendes Ger\u00e4usch im TiDo h\u00f6rten. BINGO &#8230; schon am ersten Abend konnte der kleine Fressack der Erdnussbutter nicht widerstehen und ging in die Falle. Doreen war nat\u00fcrlich auch etwas wehm\u00fctig dabei, da der kleine doch etwas niedlicher war, als erwartet. Naja, jedenfalls war die Nacht wieder ruhig und die Kekse aussser Gefahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recht fr\u00fch am Morgen erreichten wir, Marco, Ivonne, Nick(..), Doreen und ich (Tim), heute den kleinen Ort Norseman, der f\u00fcr uns den Abschluss des Roadtrips nach Westen darstellte. 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