{"id":95,"date":"2011-05-08T06:51:00","date_gmt":"2011-05-08T04:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mtbonline.de\/australien\/2011\/05\/08\/die-fortsetzung\/"},"modified":"2011-05-08T06:51:00","modified_gmt":"2011-05-08T04:51:00","slug":"fortsetzung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tido.world\/australien\/2011\/05\/08\/fortsetzung\/","title":{"rendered":"Fortsetzung &#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">&#8230;, ja ja, die sollte eigentlich anders aussehen. Aber auch hier im sch\u00f6nen Australien, wo doch eigentlich alle immer so unglaublich nett sind, l\u00e4uft manchmal etwas anders als geplant, oder besser versprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als Nadia anrief, teilte sie uns mit, dass sie mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit einen Job f\u00fcr uns hat. Drummond, ein Typ der schon oft Jobs \u00fcber die Agentur vergeben lassen hat, h\u00e4tte nach einem P\u00e4rchen gefragt, woraufhin Nadia ihm unsere Handynummer weitergereicht hat. Wir warteten also nun auf seinen Anruf, der etwas sp\u00e4ter am gleichen Tag auch kam. Er wolle sich mit uns recht schnell treffen um mit uns Details zu besprechen bzw. um zu sehen, ob das was f\u00fcr uns w\u00e4re. Wir fuhren also zum Treffpunkt, auch er war p\u00fcnktlich da.<br \/>\nDrummond kl\u00e4rte uns fast eine Stunde lang \u00fcber die Abl\u00e4ufe und verschiedenen Arbeiten bei der Ernte von Oliven und der anschlie\u00dfenden Herstellung von Oliven\u00f6l auf. Zugegeben, es war sehr interessant und nat\u00fcrlich auch etwas patriotisch. Wir wissen jetzt, dass mehr als die H\u00e4lfte des in Europa als spanisches oder italienisches Oliven\u00f6l verkaufte Pflanzen\u00f6l nur in den jeweiligen L\u00e4ndern abgef\u00fcllt, aber eigentlich in australien produziert wird &#8230; mmh, aha.<br \/>\nW\u00e4hrend seiner Ausf\u00fchrungen sahen wir uns schon vor Olivenb\u00e4umen stehen und die kleinen Dinger pfl\u00fccken, aber weit gefehlt. Unsere Aufgabe sollte das Entladen der Erntemaschinen sein. Und das nicht etwa von Hand, sondern &#8230; und nun kommts &#8230; mit Gabelstaplern \ud83d\ude42<br \/>\nEr fragte dann noch, was wir schon so auf Farmen gemacht haben, worauf wir ihm von Gatton und unserer ersten Farm erz\u00e4hlten. Er findet uns gut, meinte er und wenn wir uns vorstellen k\u00f6nnten die Arbeit zu machen, da w\u00e4ren wir dabei!? Wir musste nicht lange \u00fcberlegen, denn es klang schon spannend und das Geld sollte auch stimmen.<br \/>\nEr meinte &#8222;alright&#8220; und erkl\u00e4rte nun, dass wir zun\u00e4chst einen Gabelstapel-Kurs bekommen w\u00fcrden.Der w\u00fcrde 2 Tage dauern und danach k\u00f6nne es auch schon losgehen. Um einen Termin f\u00fcr den Kurs k\u00fcmmere er sich in den n\u00e4chsten Tagen und melde sich, wenn er genaueres wei\u00df. Wahrscheinlich w\u00fcrde es aber nicht mehr vor Ostern klappen, dass in der n\u00e4chsten Woche ist.<br \/>\nWir verblieben so und verabschiedeten uns in den Abend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doreen und ich freuten uns nat\u00fcrlich riesig und waren gespannt, wie das so werden w\u00fcrde. Wir genossen die Woche und Ostern mit Blick auf die bevorstehenden 10 Wochen Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber &#8230; leider zu fr\u00fch gefreut \ud83d\ude41 &#8230; Drummond, der der uns Gabeln stapeln lassen wollte, war in diesem Fall selbst einfach nur ein Hochstapler. Auch nach Ostern warteten wir vergebens auf SMS, Anrufe oder E-Mail. Zwei Wochen waren nun schon vergangen und wir bekamen ein komisches Gef\u00fchl und riefen ihn nun selbst an. Im Gegensatz zum Treffen, bei dem er noch souver\u00e4n und stolz erz\u00e4hlte und berichtete, hatte man nun einen stotternden Drummond am Telefon, der pl\u00f6tzlich nicht mehr so selbstsicher und freundlich war. Vor allem aber konnte er sich nicht mehr daran erinnern uns fest zugesagt zu haben.<br \/>\nWir waren stocksauer und begaben uns mal wieder zur Jobagentur. Dort erz\u00e4hlten wir was passiert war und wie durch einen Zufall befanden sich noch zwei andere Deutsche im Raum, denen genau dasselbe mit Drummond passiert war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir tauschten uns kurz mit den beiden anderen aus und stellten fest, dass der Ablauf genau der gleiche gewesen ist. Da wir alle aufgebracht waren, sprachen wir nat\u00fcrlich etwas lauter als normal und es war zu merken, dass Nadia irgendwie immer zuzuh\u00f6ren schien. Es best\u00e4tigte sich eine Vermutung: Nadia ist oder war selbst Deutsche und hat jedes Wort verstanden, schon die ganzen Wochen \ud83d\ude09 Da sie aber jeden gleich behandeln und auch jeweils die Englischkenntnisse wissen m\u00f6chte, spricht sie Prinzipiell englisch mit allen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anissa, die Chefin der Agentur lie\u00df f\u00fcr uns 4 &#8222;Betrogene&#8220; einen 24er-Kasten Bier springen. Nicht sehr tr\u00f6stlich und noch weniger hilfreich, aber zumindest nett. H\u00e4tte aber ruhig Sekt sein k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Spatestens jetzt ist es Zeit, die Koffer zu packen und &#8222;bye bye Perth&#8220; zu sagen. In den knapp 4 Wochen haben wir die sch\u00f6ne Stadt ins Herz geschlossen, auch wenn sie uns bei der Jobsuche nicht viel Gl\u00fcck gebracht hat. Auf uns wartet noch das eigentlich Western Australia mit seinen W\u00fcsten und Schluchten, mit Str\u00e4nden, Bergen und noch mehr Sonne. Man munkelt, dass dort bald die Erntesaison beginnt und einen kleinen Trumpf haben wir noch im \u00c4rmel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr\u00fcckt uns also bitte weiter die Daumen und wer m\u00f6chte, kann gern eine kleine Spende zur Finanzierung unserer Weiterreise abgeben.<br \/>\nHaha, das war Spa\u00df \ud83d\ude00<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;, ja ja, die sollte eigentlich anders aussehen. 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