Die Westküste der Südinsel – 31.10. bis 02.11.2011
8. November 2011 von TiDo
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Am Tag nach unserer Ankunft auf der Südinsel fuhren wir die schöne Gegend des Marlborough Sounds ab. Die schmale Straße schlängelte sich  an unzähligen Buchten entlang. Eine Bucht jagte die nächste und es schien kein Ende zunehmen.
Das Wetter… Naja, es hätte noch schlimmer kommen können.

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Wir kamen zum berühmten Abel Tasman National Park. Jedoch gab es hier leider nix für uns. Für mehrtägige Paddel- oder Wandertouren waren wir weder gescheit ausgerüstet, noch haben wir die Zeit dafür. Wir nahmen das so hin und erfreuten uns, wie immer, an den Schäfchen.

Wir übernachteten am Lake Rotoroa, wo es vor Sandflies nur so wimmelte. Es war uns fast nicht möglich das Auto zu verlassen, sofort waren sie zu hunderten um uns herum und suchten sich ein Fleckchen Haut. Schrecklich.

Am 01.01.2011 kamen wir nach Westport und somit an die Westküste. Das Wetter war wie immer nicht auf unserer Seite. Es regnete viel. Regnete es nicht, verdüsterten die dunklen Wolken unsere Stimmung.

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Außerdem war es aller höchste Zeit für eine Dusche ;o) Da jedoch weit und breit keine zu finden war, machten wir mal wieder von der „Topfdusche“ gebrauch… Natürlich mit kaltem Wasser!

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Am Abend konnten wir dann zum ersten Mal ein paar Blicke auf die „Southern Alps“ erhaschen.

Am nächsten Tag standen die Zwillingsgletscher, Franz Josef und Fox, auf unserem Plan. Die Maoris bewahren eine besondere Geschichte über die Entstehung: Die Legende erzählt von einem Mädchen, dessen große Liebe von einem Berg fiel. Die Flut ihrer Tränen gefror zu einem riesigen Gletscher.

Der Franz Josef Gletscher wurde 1865 erstmals von Europäern erkundet. Ein Österreicher gab ihn den Namen des damaligen Herscher Österreichs, konnte man sich ja auch fast denken.
Die beiden Gletscher sind etwas Besonderes, denn nirgendwo sonst, kommen sie so nah an das Meer wie hier. Außerdem „wandern“ sie bis zu zehnmal schneller als die Gletscher in den Schweizer Alpen. Wrackteile eines Flugzeuges, welches im Jahr 1943 gegen den Gletscher krachte, brauchten 6,5 Jahre bis sie 3,5km später, ganz unten ankamen. Das macht eine Geschwindigkeit von 1,5m pro Tag. Wir waren gespannt auf die blauen Eismassen.

Unser Reiseführer hatte uns geraten: ganz zeitig aufstehen, bevor die Wolken über dem Berg hängen und damit die Sicht auf den Großteil des Gletschers versperren. Na das machen wir doch glatt. Wolken hingen trotzdem darüber und wir sahen nur den unteren Teil, das was bereits wegschmilzt :-/
Durch den vielen Regen in der letzten Nacht, gab es aber jede Menge Wasserfälle die an den Bergen herab stürtzten. Das fanden wir fast noch schöner als die Gletscher selbst. Das was wir sahen, hatte nicht mehr viel Ähnlichkeit mit dem klaren blauen Eisbatzen. Die Bilder von damals zeigten uns, das die Gletscher heute ganz anders aussehen. Sie sind viel kleiner geworden. Den Weg den wir vom Parkplatz bis zum unteren Ende des Gletschers liefen, war vor 40 Jahren alles noch voller Eis. 

Als wir vom Franz Josef Gletscher zurück kamen, machten wir uns erstmal einen warmen Tee und Frühstück. Dann fing es an zu regnen, aus Kannen und es hörte lange nicht auf. Wir legten uns ins Auto, dösten vor uns hin und schauten Filme. Der Morgen verging und es wurde Mittag und schließlich Nachmittag. Es schüttete ohne Unterbrechung und innerlich haben wir uns schon vom Fox Gletscher verabschiedet ohne ihn gesehen zu haben.
Am späten Nachmittag lies der Wettergott dann doch noch Gnade walten. Sofort sprangen wir auf die Vordersitze und düsten zum Fox.

Naja, irgendwie sah er so aus wie der Franz 🙂  

Fiorde ??? – 03.11. bis 06.11.2011
9. November 2011 von TiDo
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Es ging landeinwärts, nur weg von der Westküste und dem ständigem Regen. Angeblich ist es wohl üblich das die dicken Regenfronten von westen kommen, an den Southern Alps hängen bleiben und sich abregnen und somit auf der anderen Seite, also der Ostküste, schönes sonniges Wetter herscht. Dort wollen wir also hin, logisch.
Nächster Stop ist Wanaka und bereits dort wurde es deutlich freundlicher.

Den Nachmittag und auch die Nacht verbrachten wir in Queenstown. Queenstown sieht aus wie ein kleines, ruhiges Dorf. Dahinter versteckt sich jedoch eine Stadt die vor Energie und Aktivität nur so sprüht. BungeeJumping, Fallschirmspringen, Wasserrafting, Jetbootfahren, Wintersport… Angebote gab es ohne Ende und die dazugehörenden Touristen fehlten natürlich auch nicht.

Das freie W-Lan im McDonalds war hier sogar auf 30 Mintuten begrenzt 😮 und um es zu nutzen musste man sich etwas kaufen :-/ Naja, zum Glück gibts das großartige 50cent Softeis.

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Am nächsten Morgen stellten wir Neuschnee auf den Bergen fest und entgegenkommende Autos hatten eingeschneite Nummernschilder.
Trotzdem machten wir uns auf zum „Milford Sound“. Ein Fiord, auf welchem wir eine Bootsfahrt machen wollten. Als wir in Te Anau ankamen, fing es bereits an zu schneien und vor uns lagen noch 200km.
Leider kamen wir nicht bis Milford. Wir mussten über einen Pass und an der höchsten Stelle wurde verlangt Schneeketten anzulegen, welche wir natürlich nicht hatten. Wir mussten umdrehen 🙁  Nix Fiorde! Alles wieder zurück, das war ärgerlich. Aber der Schnee war irgendwie schön, auch wenn es auf der Straße etwas beängstigend war, denn es wurde zunehmend mehr.

Zurück in Te Anau ging es bis nach Invercargill, am südlichen Teil der Ostküste. Wir fuhren an den Neuseeländischen Niagara Falls vorbei. Da hätte sich einfach jemand einen Scherz erlaubt 😉

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Dann kamen wir an den „Nugget Point“, ein Cape mit hübschen Leuchtturm. Dort zeigte sich endlich mal wieder die Sonne.

Schließlich kamen wir in Dunedin an. Hier befindet sich, laut Guinnes Buch der Rekorde, die steilste Straße der Welt, mit eine Steigung von 20°.

Der Berg ruft – 07.11. bis 08.11.2011
11. November 2011 von TiDo
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Der Aoraki, auch Mount Cook genannt, ist der höchste Berg Neuseelands und nicht nur das, mit seinen 3754m ist er sogar der höchste Berg Australasia´s. Aoraki ist der Name in der Maorisprache, es bedeudet „Durchbohrer der Wolken“.
Wir verbrachten 2 schöne Tage am Mount Cook. Am Lake Pukaki fanden wir einen hübschen Platz mit Blick auf das Gebirge zum Übernachten.

Das Wetter war brilliant, kaum zu glauben. Wir wanderten ein bisschen und hatten eine wundervolle Sicht auf die schneebedeckten Berge. Der Mount Cook war fast immer mit einer kleinen Wolke „gekrönt“, die über alle anderen Berge hinweg kam, aber am Größten hängen blieb.

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Leider gab es nur eine längere Wanderung, die wir uns eigentlich ausgesucht hatten, aber der Weg war gesperrt. So gaben wir uns mit den kürzeren Wanderungen zufrieden. 

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Wir gingen zum Beispiel zum Tasman Gletscher, der größte Gletscher in Neuseeland. Er ist 27km lang und 3km breit. Jedoch kamen wir nicht nah genug an ihn heran und das was wir sahen, war mit Dreck besetzt. Aber in dem See vor ihm trieben riesige Eisblöcke 😮

Doreen kocht vor … ähm … Wind
14. November 2011 von TiDo
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Hallo zusammen, für alle diejenigen, die sich schon die ganze Zeit fragen, wie wir, am um und im Auto lebend, unser täglich Abendbrot zubereiten, hier eine entsprechend gelagerte Verhaltensstudie aus dem Wahnsinn unseres Outdoor- bzw. Incaralltags:

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