Unser Weg to „The North“
6. Juli 2013 von TiDo
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Tag 1 – 06.07.2013

Der Wecker klingelt wieder einmal 3:30 Uhr. Eigentlich ja keine so angenehme Sache, aber schließlich beginnt damit unser kleiner Roadtrip durch die bunt karrierte Welt der Schotten.
Gepackt hatten wir schon am Vorabend und so brauchte es nach Verlassen der Wohnung nicht viel mehr als …

  • 0:12 h Minuten Straßenbahn,
  • 0:15 h Minuten Warten,
  • 1:50 h Busfahrt,
  • 2:45 h Warten,
  • 1:30 h Flug,
  • 0:15 h Laufbänder fahren,
  • 0:15 h Warten,
  • 0:25 h Zugfahrt,
  • 0:10 h durch einen Bahnhof irren,
  • 0:15 h Underground-Fahrt,
  • 0:15 h Warten,
  • 0:28 h Zugfahrt und noch
  • 0:20 h Fußweg,

… bevor wir endlich unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen beziehen konnten. Im äußeren London befand sich die Spacestation, in der man – loooogischerweise – ein Spaceship mieten kann.

Unser Raumschiff mit dem Namen „Orbit II“ hat schon so einiges gesehen und wird uns hoffentlich zuverlässig durch die Hügel und Berge Schottlands bringen.
Bis dorthin ist es aber erstmal noch ein Stückchen und so ging es umgehend auf die Autobahn, oder, wie es hier heißt, Motorway. Der Weg war nicht schwer zu finden, denn ausgeschildert ist hier unser Ziel und alles andere, was im Norden liegt, eindeutig mit „The North“.

Die Fahrt war wenig spannend und verlief verkehrstechnisch reibungslos. Der Hitze trotzten wir mit gelegtlichen Einsätzen der Klimaanlage. Durchweg wollten wir sie nicht laufen lassen, da das Einschalten deutlich am Gaspedal zu spüren war und somit wohl auch am Spritverbrauch deutlich merkbar gewesen wäre.

Unterwegs, auf höhe von Manchester, versorgten wir uns mit Zutaten fürs Abendessen. Wie sollte es auch anders sein, es würde Nudeln mit Thunfisch und Soße geben 😉
An einem gemütlichen Küsten- abschnitt südlich von Newcastle wurden diese dann zubereitet. Da der Parkplatz aber über Nacht geschlossen wird, konnten wir dort für die Nacht nicht bleiben und so fanden wir ein ruhiges Plätzchen am Hafen der englischen Stadt.

Tag 2 – 07.07.2013

Trotz der Zeitverschiebung von einer Stunde wurde es recht früh hell. Entsprechend waren auch wir schon bald auf den Beinen, aber eben auch NUR wir. Geplant war zunächst die legale Beschaffung von Bargeld. Dank Navi war die Bank schnell gefunden und die Fahrt konnte weiter gehen. Unsere Route entlang der Küste führte uns durch die Vororte von Newcastle, die in den sonntäglichen Morgenstunden wie ausgestorben schienen. Irgendwie wenig überraschend! 😉

Auf kleinen provinzialen Straßen passierten wir jede Menge wirklich niedlicher Dörfchen, die irgendwie einen typisch britischen Charm versprühten. Zumindest stellten wir uns typisch britische Dörfer genau so vor. Ein direkt an Dünen gelegener Parkplatz war dann Platz für unser spätes Frühstück. Wie man sieht, steppte der Bär … was natürlich sehr angenehm war. Es gab WeetBix mit Milch und dazu den Blick auf unser erstes Castle, auch wenn wir noch nicht ganz in Schottland sind.
Auch wenn es heute bisher noch leicht bewölkt ist und die Sonne nur hin und wieder hindurch scheint, war es angenehm warm. Wir überquerten also zu Fuß die Dünen und spazierten etwas am Strand entlang. Eigentlich kam dabei zum ersten mal wirklich ein wenig Urlaubsgefühl auf.

Die Fahrt aber musste irgendwann weitergehen. Da auf dem weiteren Weg Richtung Edinburgh die größere Straße dem Küstenverlauf folgte, tauschten wir die Kaffwege gegen die Bundes- straße und machten Kilometer. Es dauerte nicht lang bis wir die schottische Grenze überfuhren und gegen 13:00 Uhr erreichten wir dann die Hauptstadt der Rockträger.

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