Rundum Wasser
17. August 2015 von TiDo
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Inselmorgen

Zwei ganze Tage standen nach der letzten, langen und sehr entspannten Nacht nun vor uns. Dank des wirklich guten Frühstücks konnten wir diese auch wohl gestärkt antreten. Präsentiert wurde das Essen durch die gleichen, äußerst zuvorkommenden Mitarbeiter, die auch schon gestern das Abendbrot servierten. Jeder, der gerade Dienst hatte, kam an die Tische der Gäste und erkundigte sich nach der letzten Nacht und nach dem aktuellen Befinden … mindestens einmal, meist jedoch mehrfach! Irdendwie niedlich, die kleinen Gilinesen.

Inseltage

Die beiden Tage verbrachten wir mit gemütlichen Fahrradausflügen rund um die Insel. Bei durchschnittlich 2 Stunden für die 10 km kam da keine Hektik auf. Wir schauten uns die vielen Bars, Restaurants, Hostels und auch die von den Einheimischen bewohnten Viertel an, hielten auch gleich Ausschau nach schönen und einsameren Strandabschnitten sowie Lokationen für die abendliche Belustigung.
Obwohl es vor allem im Dorfzentrum erst gar nicht den Eindruck machte, waren die erwähnten wenig frequentierten Strände kein Wunschdenken, denn die vielen, insgesamt recht jungen Urlauber verteilten sich sehr gut über Gili Travangan. Wir genossen einfach uns und die heiße Sonne … sonst nix, warum auch!?

… mmh, warum ist nur Doreen zu sehen? Ganz einfach: Sie sieht einfach viel besser aus als ich!

Inselabende

Nach ein klein wenig Nachmittagsruhe am Pool und einer Dusche machten wir uns auf den Weg zu Westseite der Insel und merkten schnell, dass das hier für alle zum alltäglichen Abendprogramm gehörte. Wir gesellten uns also zu den anderen Urlaubern in eine der vielen Strandbars. Die Stimmung war toll, alle Anwesenden gut gelaunt und total entspannt. Bei einem absolut alkoholischen Getränk und sehr chilliger (ruhig-entspannter) Musik saßen wir alle in unseren Logensesseln und beobachten, wie die Sonne eindrucksvoll hinter Bali verschwindet.

Später stand das Abendessen an der Reihe. Niemals weiter als 20 m vom Wasser weg, gab es gutes Essen und noch mehr Getränke, von denen am zweiten Abend eine Runde auf Daniel gingen, der hier seinen dreisigsten Geburtstag feiern durfte. Was bleibt zu sagen, ausser … rundum zufrieden!

Wieder Bali
19. August 2015 von TiDo
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Bye Bye Gili-T

Die Zeit war gekommen, weiter zu reisen. Konkret sollte es heute für uns wieder zurück nach Bali gehen, natürlich auf dem … schnellsten Weg. Nach dem Frühstück wartete die Kutsche bereits an der Rezeption, um uns durch die morgentliche Ruhe auf Gili Tranvangan zur Anlegestelle zu bringen. Eine handvoll Leute warteten dort bereits in der angrenzenden Bar. Es deutete sich an, dass das Boot diesmal nicht voll werden würde, was selbstverständlich niemanden störte. Genau 9 Uhr begann die Besatzung das Boot zu beladen und die Reisenden an Board zu bitten, kurz darauf ging es auch schon los. Die Fahrt war durch die ruhigere See etwas entspannter und so konnte auch Doreen die 2 Stunden genießen ohne sich nur auf den Horizont konzentrieren zu müssen.

In Padang Bai, dem Ankunftshafen, wartete erneut ein Fahrer, um uns ganz in den Süden von Bali, nach Balangan zu bringen. Bis nach Denpasar war auch noch ein balinesischer Geschäftsmann mit von der Partie, der alle ABBA Songs, die in einer etwa vierzigminütigen Schleife aus dem Autoradio trällerten, mitsang.

Bereits 13:30 Uhr erreichten wir unser kleines Resort in der deutlich weniger überlaufenden Gegend 20 km südlich der Touristenhochburgen Kuta und Jimbaran. Wir bezogen unsere schicke kleine Hütte im Aman Gati Hotel und machten uns frisch. Da uns schon auf den letzten Kilometern der Anfahrt aufgefallen war, dass wir hier ohne ein Moped nicht weit kämen, besorgte ich gleich um die Ecke eins für die drei Tage, die wir hier verbringen würden.

Ein bedeutender Tempel

Nun, das verfügbare Kartenmaterial war nicht gut, keine Frage, aber das es keinen Unterschied machen würde, ob man es hat, oder nicht, hätten wir nicht gedacht. Wir brauchten etwa eine dreiviertel Stunde um das sehr zerpflückte Örtchen Balangan auf der richtigen Straße zu verlassen. Naja, nun kannten wir den Weg.
Ziel für den Nachmittag war eine der bedeutensten Tempel des Landes, der Pura Luhur Uluwatu. Einmal auf der Hauptstraße unterwegs, war auch die Orientierung gar kein Problem mehr und recht schnell waren wir zwischen Bussen und Mopedgeschwadern auf dem großen Parkplatz angekommen. Nach dem letzten Tempelbesuch hier auf Bali, bei dem wir ganz allein auf dem Areal unterwegs waren, war das hier ein regelrechter Kulturschock. Massen gingen ein und aus und unsere Erwartungen waren entsprechend hoch. Irgendwie aber konnte uns das ganze an diesem Tag nur wenig begeistern. Außer der exponierten Lage und der Steilküstenlandschaft ringsherum, konnten wir dem ganzen nur wenig abgewinnen … auch wenn das auf den Fotos ggf. anders rüberkommt.
Ein Thema allerdings, welches uns in den kommenden Tagen immer wieder begegnen würde und typisch für den südlichen Zipfel von Bali ist, deutete sich in den großen Wellen vor der Küste an: Das Surfen.

Abends wieder im Hotel versuchten wir uns wieder an der Küche des Hotels. In Anbetracht dessen, dass die Küche nur für uns öffnete, war das Essen zu unserer Überraschung wirklich sehr gut. Die Atmosphäre und das Umfeld jeodch waren bestenfalls zweckmäßig. Aber wir konnten nicht klagen und gingen auch heute zufrieden ins Bett.

Gegensätze
20. August 2015 von TiDo
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Wenig Platz, viele Menschen

Klar wollten wir an den restlichen beiden Tagen hier Bali auch mal so kennenlernen, wie es sich die meisten noch nicht dagewesenen vorstellen … genau, Strände.
Im Gegensatz zur Situation im vulkanischen Norden, soll der Sand an der Küste hier am Südzipfel hell sein. Das wollten wir prüfen und schwangen uns recht früh am Vormittag aufs Moped. Noch gar nicht sooo weit gefahren, gelangten wir an einen Parkplatz, von dem aus gerade junge Menschen mit Handtuch unter dem Arm in Richtung Wasser aufbrachen. Gegen eine kleine Gebühr, kassiert von einem sehr „offiziell“ anmutenden Mann, parkten auch wir den Roller und stiegen die Stufen hinab zum Strand. Wir betraten eine wirklich schöne kleine Bucht, von Felsen begrenzt, mit türkisenem Wasser und schönem weichen Sand. Allerdings störte uns eine kleine Sache: Es war einfach voll!
Einige mag das nicht stören, aber wir bevorzugen nunmal ruhige Ecken, wenn es ums Strände geht. Zwar breiteten wir unser Handtuch aus, um die Szenerie etwas zu würdigen und auch ein wenig die Surfer zu beobachten. Als es aber recht schnell immer voller wurde und die Liegefläche auch durch die kommende Flut weiter reduziert wurde, packten wir schon bald wieder zusammen.
Doreen und ich fuhren weiter und konnten von einer nahegelegenen Brücke noch einmal einen Blick von oben auf das Ganze werfen.

Wenig Menschen, viel Platz

Plan war nun also, einfach nach weiteren Stränden Ausschau zu halten. 500 m hatten wir seit der Brücke hinter uns gebracht, als ein kleiner Schotterweg aus Richtung Klippe auf die Straße mündete. Zunächst waren wir dran vorbei gefahren, drehten aber dann um und holperten die Piste bis zu einem kleinen Wendeplatz. Gerade mal ein einziger Roller stand da und auch sonst schien alles recht verlassen. Ich meinte zu Doreen, ich würde mal schauen, ob es zu Fuß weiter gehe und siehe da, genau, was wir suchten. Schon der erste Blick zeigte den Unterschied. Wieder führten Stufen zum Strand hinunter. Dieser war ca. 500 bis 600 m lang, in die sich etwa 10 bis 20 Leute reinteilen mussten bzw. durften. Hier blieben wir … und hier kamen wir am nächsten Tag auch wieder her.

Wem es gefällt

Nach dem genüßlichen Rumliegen im Sand wollten wir wenigstens für einen Nachmittag auch einmal einen Blick auf Kuta, dem zentrale Touristenkaff auf Bali, werfen. Doreen und ich spazierten zunächst entlang des künstlich aufgeschütteten und dadurch langen, breiten sowie flachen Strands, an dem sich abwechselnd Großhotels und Einkaufszentren, Tür an Tür, aneinanderreihten. Anschließend stöberten wir noch ein wenig über die Ladenstraßen, vor allem auf der Suche nach Postkarten und Souvenirs. Am Ende stellte sich uns die Frage, warum man hier, in Kuta, Urlaub machen sollte? Für uns wäre das nix, aber … wem’s gefällt.

Fisch für alle

Ein Abend führte uns nach Jimbaran, gleich südlich vom Flughafen. Hier sollte es eine Reihe von guten und netten Fischrestaurants geben und von diesen wollten wir uns eines aussuchen.
Die direkt am Strand gelegenen Fischlokale waren nicht zu übersehen. Zum einen zog eine riesige Rauchwolke aus den Schornsteinen der Grills sofort jede Aufmerksamkeit auf sich, viel idyllischer waren aber die Tische, die vom jeweiligen Restaurant bis hinuter zum Wasser aufgestellt waren. Wir waren scheinbar gerade noch zu einer günstigen Zeit eingetroffen und bekamen einen der beliebten Tisch in den ersten Reihen. Bei einem Cocktail beobachteten wir, wie sich die Reihen langsam füllten und warteten auf den Sonnenuntergang und das Essen. Während Doreen sich klassisch mit Spaghetti Carbonara begnügte, hatte ich gegrillten Red Snapper, also natürlich Fisch.
Als das Tageslicht so langsam schwand und alle Kerzen auf den Tischen angezündet waren, wurde die Atmosphäre richtig gemütlich und schön.

Zwischen Welle und Flieger
22. August 2015 von TiDo
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Abschiedsfahrt ins Surferdorf

Und schon wieder … kam der letzte Tag eines Urlaubs viel schneller als gewollt. Dank des zeitlich günstigen Rückfluges, konnten wir diesen Tag allerdings noch fast voll nutzen. Das Moped war noch bis 14 Uhr unser und ein letztes Ziel hatten wir für heute auch noch offen gelassen.
Suluban Beach ist ein kleines kultiges Surferdorf, welches durch seine exponierte Lage direkt an den Klippen jedem Schaulustigen von überall einen einwandfreien Blick auf die vielen Wellenreiter ermöglichte. Vor allem einfache, aber coole Unterkünfte und typische Bars prägten neben den jeder Menge Treppen und Boardläden das Ortsbild. Dort angekommen spazierten wir von oben bis unten einmal ab und schauten natürlich auch Jungs und Mädels auf dem Wasser zu. Die waren nicht nur jung und durchtrainiert, nein, auch ältere und beleibtere standen hier und äußerst elegant auf dem Brett. Einmal Surfer, immer Surfer.

Die letzten Wege

Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir noch mal kurz vor einem kleinen Bunten Tempel am Rande der Straße, den wir auch schon bei unseren Ausfahrten an den Tagen davor mehrfach passiert hatten. Für uns Deutsche wohl immer irritierend sind die hier weit verbreiteten Hakenkreuze, religiöses Symbol u.a. im Hinduismus.

Bevor wir dann gegen 14:30 Uhr vom Fahrer für den Transfer zum Flughafen abgeholt wurden, verabchiedeten wir uns fürs erste vom hier so praktischen Moped und nutzten die Wartezeit für das Schreiben der ersten Postkarten.
Die Fahrt zum Terminal dauerte keine halbe Stunde und stellte uns nun vor die Frage, was wir bis zum Abflug kurz nach 23:00 Uhr noch machen könnten. Wir enschieden uns, dass Gepäck an einer Aufbewahrungsstation abzugeben und die Zeit für einen letzten Spaziergang im angrenzenden Kuta zu nutzen. Ohne große Umwege gingen wir zum gleichen Lokal, dass wir schon gestern besucht hatten. Bei Cocktails und gutem Essen wartete es sich einfach viel angenehmer, als am Terminal.

Irgendwann aber war die Zeit leider doch gekommen, zumindest für dieses Mal endgültig Abschied zu nehmen. Unser letzter Weg hier auf Bali führte Doreen und mich also zurück zum Flughafen. Dort machten wir uns noch einmal ein wenig frisch und begannen mit dem üblichen Check-In-Prozedere. Nach dem pünktlichen Start lagen nun 19 Stunden Flug, inkl. einem kleinen Zwischenstopp in Dubai, vor uns.

Wir haben die Zeit im wohl touristischeren Teil Indonesiens sehr genossen und denken, wir konnten verschiedene Seiten der Inseln Lombok und Bali kennenlernen. Zentrales Erlebnis und Höhepunkt war zumindest für uns zweifellos die Tage rund um den Gipfel des Vulkans Mt. Rinjani, der hoffentlich auch vielen anderen zeigte, dass Strände und Hotelanlagen zum Glück nicht das Sehenswerteste hier auf den Inseln sind.

Bis bald …