Von West nach Ost
31. August 2016 von TiDo
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Vestkapp, der zweite Versuch

Nach einer doch recht stürmischen Nacht, die wir sicherheitshalber nicht unter aufgestelltem Dach, sondern im Auto verbrachten, war es morgens zumindest von oben trocken. Heute konnten wir auf der erneuten Auffahrt zum Kap sogar sehen wohin es geht. Oben angekommen war nun auch das markannte Gebäude des meteorologischen Instituts zu sehen und da außer uns weit und breit absolut niemand war, fuhren wir sogar bis ran. Doreen traute sich zunächst kaum, das Auto zu verlassen oder zumindest eine Tür zu öffnen, denn auch heute hatte es wieder seinen guten Grund, weshalb Mülltonnen und Ähnliches mit Stahlseilen an sehr großen Felsen befästigt waren. Selbst ich hatte auf einer kleinen Runde wirklich Mühe, wenn eine Böhe über das Kap fegte. Irgendwie aber passte das Wetter und die Stimmung zu einem so rauhen Ort.

Wir hauen ab in den Osten

Nach dem der Vormittag soweit ohne Niederschläge auskam, kamen einem die Wolken am frühen Nachmittag wieder wortwörtlich entgegen. Da nur Regen besser ist als Sturm und Regen waren wir nun wieder unterwegs ins Innland. Beim Blick durch das Fenster zogen Gegenden vorbei, die bei besseren Verhältnissen zweifelsohne unheimlich viel Potenzial haben. Wir waren heute dann aber schon ein bisschen gefrustet und wollten uns ein nettes ruhiges Fleckchen irgendwo hoch oben suchen und dort einfach warten. Als gute Ausgangsposition für fortfolgende Ziele bot sich da das recht zentralgelegene Strynefjell an. Dazu kam noch der Umstand, dass die Straße dort, der sogenannte Gamle Strynefjellsvegen , vermutlich wenig befahren sein würde, da es eine große Umgehungsstraße gibt.
Schon nach dem Verlassen der großen Straße, auf den ersten Metern des gewundenen Weges, fühlten wir uns gleich irgendwie wohler. Keine großen Reisebusse, keine 40-Tonner, einfach nur Landschaft. Auf dem Strynefjell selbst war es wenig komplitziert, einen guten Stellplatz zu finden. Motor aus, eine Tasse warmer Tee, Abschalten und Abhängen. Mehr sollte heute nicht mehr passieren.

Gute Aussichten
1. September 2016 von TiDo
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Gepflegter Morgen

Zum Morgen hin ließ der Regen ein wenig nach und während des Frühstücks blieb die scheinbar endlos über das Tal ziehende Wolke tatsächlich gelegentlich an den Bergspitzen hängen und riss auf. Ich putzte gerade Objektive sowie Kamera und musste das ganze in diesen Momenten immer wieder schnell zusammensetzen um wenigstens den Versuch eines Fotos machen zu können. Ein Katz und Mausspiel, dass ich für die Sonne doch gern mitmache.
Die Lichtblicke stimmten uns optimistisch auch an einem der bekanntesten Orte in Norwegen etwas von der Umgebung und der Natur zu haben. Nachdem fertig gefrühstückt, geputzt und aufgeräumt war, ging es los in Richtung Geranger .

Rundum Geiranger

Für einen groben Überblick fuhren wir zuerst die sogenannten Dalsnibba an. Sie ist ein Berg, knapp 1500m hoch und über eine Straße erschlossen. Der ausgebaute Aussichtspunkt soll einen schönen Blick auf den 1500 Höhenmeter tieferliegenden Geirangerfjord und die 27km lange Straße, welche die etwa 7km Luftlinie von hier bis zum Wasser überbrückt, bieten.
Es war stürmisch und nass. Als wir eintrafen war rein gar nichts zu sehen. Aber als sich für nur wenigen Minuten eine Lücke bot, konnten wir zwischen Wolkenfetzen eine Kostprobe der Aussicht erhaschen.
Die Lücke allerdings schloss sich schnell wieder und so nahmen wir die Serpentinen unter die Räder. Unterwegs regnete es unentwegt vor sich her bis wir einen weiteren Aussichtspunkt erreichten. Wir sind bei Recherchen im Netz auf eine Stelle aufmerksam geworden, an der es möglich ist, mit geschickter Wahl der Position und Perspektive sehenswerte Bilder ohne Köpfe vieler Touristen machen zu können. Sie zu finden war kein großes Problem und schon stand man scheinbar schwebend hocherhoben über dem Fjord und dem fortfahrenden Kreuzfahrtschiff.
Auf dem Weg zur anderen Seite, an der es wieder hinauf ging, durchfuhr man direkt unten am Wasser auch den kleinen Ort Geiranger selbst, der zumindest bei den Verhältnissen nicht wirklich zum Spazieren einlud. Wieder etwas an Höhe gewonnen, öffnete sich der Blick etwas weiter in die Schlucht des Fjords. Die steilen, hunderte Meter hohen Klippen und die vielen Wasserfälle waren schon sehr beeindruckend.

Anlauf zur Trolltreppe

Ein überschaubares Stück Strecke stand nun noch an. Unser nächstes Ziel, wieder eines der Touristen-Highlights, war gar nicht sooo weit entfernt. Um keine Chance auf einen guten Moment des Wetters zu vergeben, fuhren wir tatsächlich noch bis auf den mittlerweile groß ausgebauten Parkplatz der Trollstigen. Jedoch quetschte sich in das Tal, in welches die Stufen hinabstiegen, eine dicke fette Wolke und gab kein bisschen der Attraktion preis. Einen erneuten Versuch wieder einmal auf morgen verschoben, fanden wir im freien Tal zuvor ein nasses aber schönes Plätzchen etwa 100m neben der Straße und schenkten uns ein Tässchen ein.

Lichtblicke
2. September 2016 von TiDo
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Launische Stufen

Um keine Gelegenheit, also auch nicht das kleinste Loch in den Wolken, zu verpassen, parkten wir noch vor dem Frühstück auf dem großen Parkplatz an den Trollstigen um. Zu Beginn war es hier noch recht leer, allerdings war es auch noch sehr früh für die Massentouristransporte. Der Blick gen Himmel bot zunächst auch nur das gewohnte puschelige Grau. Der leichte Wind sorgte dafür, das die Wolkensuppe stetig vom höheren Tal über den Sattel in das Tal mit den Trollstigen floss, selbst auf dem Parkplatz war die Sicht höchstens 50m.
Das änderte sich auch eine gaaanze Weile nicht und doch beobachteten wir gemütlich aus dem Auto heraus, wie die ersten Busse, ebenfalls Wolkenweise, asiatische Reisende auf den Parkplatz entleerten. Nach der dritten Fuhre war das generelle Prinzip zu erkennen: Alles raus, hin zur Aussichtplattform, Foto einer Nebelschwade machen, kurz im Souvenirshop stöbern und während des abschließenden Toilettengangs trommelte ein Reiseleiter (m/w) die Menge schon wieder zusammen. Nix für uns, solange wir die Wahl haben!
Bis kurz vor Mittag blieb die Situation unverändert, doch dann tauchten beim Blick durchs Fenster doch ab und zu auch ein paar Berkspitzen auf. Nach noch ein wenig warten hieß es dann „jetzt oder nie“ und zum Glück wurde es „jetzt“. Noch während des etwa 400m langen Fußwegs zur Plattform zog die dicke Wolke aus dem Tal ab. Das letzte Stück im Laufschritt genommen, war der Blick nun tatsächlich fast komplett frei und man konnte endlich auf die sich immer wieder in engen Spitzkehren windende Straße, die Trollstigen schauen. Coole Sache!

Mit einer Handvoll weiterer zufriedener Gäste beobachteten wir keine 5 Minuten später, wie alles wieder zuzog und freuten uns über unser Glück zuvor. Von einem etwas höherem Standpunkt sah man dann die neue hellgraue Decke über dem Tal.
Das Warten hatte sich also ein weiteres Mal gelohnt und nach einem kleinen Mittagssnack schlängelten auch wir uns hinunter. Dabei beeindruckten die vielen Fahrradfahrer, die uns entgegenkamen. Vor allem natürlich die ohne elektrische Unterstützung.

Nordrekord

Auf unserer Weiterfahrt stand heute bzgl. der Nord-Süd-Ausdehnung der Wendepunkt unserer Norwegenrundfahrt auf dem Plan. Auch wenn wohl keine Säule und kein Schild diesen Punkt markieren wird, wird er für Doreen und mich die nördlichste Stelle aller unserer Reisen bisher sein … Flugverbindungen natürlich ausgenommen.
Jedoch auch ohne diese Marke hatte die Fahrt so einiges zu bieten. Nicht zuletzt der Fakt, dass zwischenzeitlich zum ersten Mal wirklich Sonnenbrillen angebracht waren, stimmte doch sehr optimistisch. Nach so einigen Kilometern auf wenig touristischen Straßen entlang immer wieder neuer schöner Fjorde und Seen ging es kurz nach dem Ort Eikesdalen straff bergauf.

Wolkenwahnsinn

Auf Höhe gekommen, folgte die kleine private Schotterpiste zunächst dem Eikesdalen und später dem Torbudalen. Uns gefiel die Gegend sofort. Alles wirkte weit und wenig frequentiert. Hin und wieder passierte man Ansammlungen von Sommerhütten, die vor allem an den mehreren Stauseen vorzugsweise zum gemütlichen Angeln besucht werden. Die Stimmung war super, immer wieder hielten wir an und schauten uns um.

An einer Stelle zum Boote einsetzen parkten wir unser Ferienhäuschen für die Nacht. Es war eine der wohl gemütlichsten Stellen unseres Trips bisher und kurz vor Sonnenuntergang durften wir dann zur Krönung ein äußerst sehenswertes Wolken-Licht-Schauspiel erleben …

Haus am Bergsee
3. September 2016 von TiDo
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Hüttenrunde

Nach einer sternenklaren Nacht waren morgens wieder ein paar Wolken aufgezogen, dennoch war das Wetter top und sehr weit von Regen entfernt. Unweit von unserem herrlichen Schlafplatz parkten wir den VW an einem weiteren Stausee, den wir nun umrunden wollten.

Nach dem die Frage der Richtung geklärt war, begannen wir den Weg gegen den Uhrzeigersinn. Höhenmeter waren so gut wie keine zu absolvieren, weshalb wir uns auf einen entspannten Spaziergang eingestellt hatten. Allerdings entwickelte sich die erste Hälfte zu einer kleinen Sumpfpartie, die vor allem Doreen mit ihren flachere Schuhen hin und wieder fluchen ließ. Dennoch hatten wir viel Spaß, denn wir waren weit und breit die Einzigen, die Sonne schien und die Gegend war einfach nur schön.
Etwa zur Halbzeit erreichten wir die Reinvassbu, eine weitere der kleinen überall in Norwegen verstreuten Wanderhütten. Auch diese war einfach nur liebevoll und gemütlich ausgestattet und bot sogar eine prallgefüllte Voratskammer. Von der Kartoffel über verschiedenste Konserven bis hin zum fertigen Crepeteig war alles da. Wir suchten uns eine Tütensuppe raus und setzten Wasser auf. Auf der Bank vor dem Häuschen mit Blick auf den See gab es dann Mittagessen. Bevor wir uns von der Reinvassbu verabschiedeten, füllten wir noch das obligatorische Formular aus und hinterließen so unsere Kreditkartendaten um für die Suppe und den Tagesbesuch zu zahlen. Es war Kasse des Vertrauens und für uns Ehrensache, diese tollen Orte zu unterstützen.

Fisk-Dinner

Am Nachmittag nahmen wir auch noch ein paar Kilometer mit dem Auto in Angriff. Nach einem Stopp am Supermarkt und einem weiteren zum Duschen erreichten wir am Abend das Dovrefjell . Hier suchten wir zunächst nach eine Schlafstelle, die uns empfohlen wurde, welche wir aber nicht gefunden haben. Ganz pragmatisch aber nutzten wir dann einen der vielen Rastplätze und richteten uns für die Nacht ein.
Zum Abendessen gönnten wir uns heute natürlich wieder Nudeln, diesmal jedoch nicht mit gewöhnlicher Soße, sondern mit Lachsfilet. Das haben wir zwar nicht selbst geangelt, aber zumindest war es norweigschen Ursprunges. Wie auch immer, es war seeeehr lecker!

Schneekoppe
4. September 2016 von TiDo
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Auf die Plätze

Nach der letzten recht frischen Nacht hier im Dovrefjell, war heute die Besteigung der sogenannten Snøhetta, zu deutsch Schneekoppe, geplant. Als Ausgangspunkt dieser Wanderung wählten wir Snøheim, eine Touristenhütte im zentralen Dovrefjell. Dorthin konnte man allerdings nicht selbst fahren, ist ein Großteil des Fjells doch ein ehemaliges Truppenübungsgelände, auf dem nach wie vor die Räumuung von nichtdetonierter Munition von statten geht. Ein Bus, welcher vormittags sowie nachmittags eine handvoll mal zwischen dem Parkplatz unweit des Tores und Snøheim pendelt, brachte uns also zum Startpunkt auf etwa 1500m Höhe. Bereits auf dem Hinweg hatten wir die Gelegenheit, ein paar der hier in Europa nur äußert selten anzutreffenden, freilebenden Moschusochsen zu beobachten.

Ihrem Namen alle Ehre

Den Gipfel vor Augen, bzw. die ihn umgebenden Wolken, marschierten wir los. Die spärlichen Informationen ließen für den Hin- und Rückweg zwischen 5 und 6 Stunden vermuten. Der Weg startete recht flach und verlief bis zum Fuß des Berges wirklich gemütlich. Dort allerdings begann ein einziges riesiges Geröllfeld, das sich bis zum Gipfel ziehen sollte. Große, mit etwas rutschigen, grünlichen Flechten überzogene Felsblöcke musste überwunden werden. Schönes Laufen war es also nicht. Doreen meinte zwischendurch leicht frustriert, dass dieser blöde Berg eigentlich nur eine Schutthalde sei. Mittlerweile in den Wolken angekommen, war nun die Entfernung zum Gipfel immer schwerer einzuschätzen. Inzwischen hatten wir nun auch alle vor uns gestarteten Mitwanderer überholt und liefen also recht einsam durch die Schwaden. Mit jedem Höhenmeter wurde es kälter und kälter. Auch der Wind frischte auf und irgendwann fanden wir uns in einem Schneesturm wieder, mitten im Sommer. Der Schnee zwischen und auf den Felsen machte das Kraxeln nicht einfacher, dennoch aber erreichten wir nach einer Weile sicher den vereisten Gipfel der 2250m hohen Snøhetta bzw. Schneekoppe. Zwar wurden wir kurz vorher noch von einem Typen überholt, aber Zweiter und Dritter ist doch auch nicht schlecht.

Die Eiskrusten an den alten Militärgebäuden und Schildern hier oben zeigten, dass es wohl immer etwas kühler zu sein scheint. Angenehm Platz nehmen und die Aussicht genießen war also nicht. Im Windschatten des Generatorhäuschens gab es einen kleinen Imbiss, das musste reichen. Als dann so nach und nach immer mehr Leute ankamen, traten wir den Abstieg an.
Die Wolkenhülle um den Gipfel wurde nun zwar langsam dünner, verschwand aber nie ganz. Nichtsdestotrotz ließ sich nun auch oben etwas öfter der blaue Himmel erahnen, weiter unten war das Wetter mittlerweile super. In der warmen Sonne konnten wir jetzt auch hier und da etwas gemütlicher sitzen und den Blick auf die recht karge Gegend genießen.

Zurück in Snøheim war noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Busses. Die Schneekoppe würde der höchste Punkt unseres Urlaubs bleiben und so gönnten wir uns zur Belohnung Waffeln und eine Zimtschnecke, dazu warmen Kaffee bzw. Kakao.

Völkerwanderung
5. September 2016 von TiDo
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Die frühen Vögel

Bereits gestern hatten wir uns nach der schönen Wanderung auch über das Wetter der nächsten Tage informiert und feststellen müssen, dass hier in der Gegen nur noch heute mit Sonne zu rechnen sei. Da wir mindestens noch eine konkreten Marsch auf unseren imaginären Liste stehen hatten, entschlossen wir uns, diese heute gleich anzuschließen. Das allerdings bedeutete auch, dass zuvor noch einige Kilometer zu bewältigen bewaren.
Nach einer sehr kühlen Nacht holte uns erneut der Wecker aus dem Schlaf, dieses mal schon kurz nach 5 Uhr. Das Aufstehen war dabei keine ganz so große Qual, da die Standheizung zu diesem Zeitpunkt bereits eine Viertelstunde lang die Temperatur im Auto auf ein akzeptables Niveau gehoben hatte. Bei -4°C Außentemperatur fuhren wir los. Die Straßen waren so gut wie leer und somit war auch keiner da, der uns beim Bestaunen der morgentlichen eisigen Stimmung störte. Raureif bedeckte die Wiesen und die Seen atmeten in der aufgehenden Sonne. Es war magisch!

Immer am Rand entlang

Wir hatten ein Boot zu bekommen, weshalb es auch darum ging, pünktlich am Anleger zu sein. Dank des übersichtlichen Verkehrs so früh am Tag erreichten wir den Start- und Zielpunkt der umgangssprachlich Besseggen genannten Wanderung mit genug Puffer fürs Frühstücken und Vorbereiten. Als sich dann etwa 15 Minuten die ersten Leute am Boot einfanden, begaben wir uns auch in die immer länger werdende Schlange. Hier merkten wir schon, dass wir nicht allein unterwegs sein werden.
Die Bootsfahrt dauerte etwa 25 Minuten und brachte uns etwa bis zur Hälfte des länglichen gletscherfarbenen Sees, welcher sich fjordähnlich zwischen Bergzügen erstreckte. Nach dem alle, etwa 40 Personen, am Ziel von Bord gegangen und noch einmal Artig zur Toilette gegangen waren, begab sich die Karavane zum Aufstieg.

Die Wanderung entlang des Besseggen-Grat wird von etwa 30000 Menschen im Jahr begangen. Die meisten davon seien Norweger selbst, weshalb der Besseggen ab und zu auch als die Nationalwanderung bezeichnet wird. Die ersten Meter des Aufstiegs schienen dies auch zu bestätigen, denn hier waren die Norweger wohl wirklich in der Überzahl. Was zunächst nach Gänsemarsch aussah, zog sich im bald steiler werdenden Terrain schnell auseinander, sodass der Gruppenausflugscharakter zum Glück verflog. Zumindest hin und wieder die einzigen auf 60 bis 70m Strecke zu sein war schon deutlich angenehmer als Kolonne zu laufen.
Das Wetter war, wie angekündigt, hervorragend und setzte die tolle Gegend perfekt in Szene. Die unterschiedliche farbenen Seen zwischen den grünlich-felsigen Bergen, dazu der blaue Himmel. Was wir während unserer ersten beiden Wochen hier in Norwegen oft schmerzlich vermissten, stand heute im Überfluss zur Verfügung.
Der Weg an sich war auch recht angenehm. Einmal auf Höhe ging es erstmal nur überschaubar hoch und runter. So konnte man den Blick genießen, ohne sich zuuu sehr auf sich und den Weg konzentrieren zu müssen. Das allerdings änderte sich zumindest zeitweise dramatisch an einer doch recht steilen Bergaufpassage. Entlang eines sehr felsigen Abschnittes war Klettern mit Füßen und Händen gefragt, was Doreen in dem Moment gar nicht zusagte. Sie fühlte sich spührbar unwohl, schloss eine Umkehr aber kategorisch aus. Sie meisterte den Abschnitt ganz in Ruhe und besonnen, und freute sich danach erleichtert um so mehr, den höchsten Punkt der Wanderung erreicht zu haben.

Der laaaaaange Abstieg nach dem Gipfel zog sich ewig und mit den letzten Tagen in den Knochen, merkten wir beide dann doch noch, was wir gemacht hatten.

Seeidylle

Am Auto angekommen, berieten wir uns noch, wo in etwa wir heute nach einem Platz für die Nacht suchen wollen. Im Zuge dessen berieten wir uns mit unseren virtuellen Reiseberatern, die uns auch heute wieder eine Richtung vorschlugen, die am Ende eine lohnende sein würde.
So gehörte ein einsamer Wiesenplatz am See, unweit der Berge und mit märchenhaftem Sonnenuntergang allein uns. Ein perfektes Ende für einen perfekten, aber seeehr langen Tag!